01.08.2019

Alles einfach mit Licht verbinden

Neues Projekt zum Internet der Dinge arbeitet mit lichtbasierter Kommunikation.

Heute gab ein neues EU-Konsortium von Unternehmen und Partnern aus der Wissenschaft das dreijährige Projekt ELIoT (Enhance Lighting for the Internet of Things) bekannt. Es hat zum Ziel, Massen­marktlösungen für das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) auf Basis von LiFi zu entwickeln. LiFi ist eine vernetzte drahtlose Kommunikations­technologie der nächsten Generation, die Licht statt Funkwellen nutzt. 
 

Abb.: Logo des Projekts ELIoT (Bild: HHI)
Abb.: Logo des Projekts ELIoT (Bild: HHI)

Das zukünftige IoT wird deutlich höhere Anforderungen an Datenraten, Zuverlässigkeit und Latenz drahtloser Verbindungen stellen. Wenn viele zukünftige IoT-Geräte auf engem Raum kommunizieren, wird sich der Bedarf an Übertragungsfrequenzen viel schneller erhöhen als bisher angenommen. ELIoT stellt mit LiFi eine neue, vernetzte Drahtlos­kommunikations­technologie vor, die im bisher ungenutzten Licht­spektrum arbeitet, neben WiFi und Mobilfunk.

LiFi ermöglicht viele Anwendungsfälle für kommerzielle, industrielle oder Außen-Applikationen. Es könnte erfolgreich zur Anwendung kommen in Umgebungen, wo Funkfrequenzen nicht eingesetzt werden können oder dürfen. Für den Außeneinsatz könnte es Direkt­verbindungen mit hoher Bandbreite von Dach zu Dach ermöglichen, zwischen Straßenlaternen oder zu den Wohnungen der Verbraucher im Netzwerk der nächsten Generation. Höhere Anforderungen an drahtlose Netze dürfte es auch durch software­gesteuerte Produktion geben (Industrie 4.0), durch virtuelle und erweiterte Realität sowie autonomes Fahren. Auch dafür könnte LiFi genutzt werden. 

ELIoT begann 2019 als Projekt des größten Forschungs- und Innovations­programms der EU, Horizon 2020. Dieses Programm soll bahnbrechende Erfolge erzielen, indem es gute Ideen aus dem Labor zur Marktreife bringt. ELIoT erhält sechs Millionen Euro Förderung von der öffentlich-privaten Partnerschaft „Photonics21“. Zu den Partnern zählen Signify (früher Philips Lighting), Nokia, MaxLinear, Deutsche Telekom, KPN, Weidmüller, LightBee, die Universität Oxford, die Technische Universität Eindhoven und die beiden Fraunhofer-Institute Heinrich-Hertz-Institut HHI und FOKUS. Weitere Unternehmen werden in Kürze als assoziierte Partner folgen.

„Mit ELIoT haben wir ein überaus leistungsfähiges Konsortium von Unternehmen und Organisationen der europäischen Licht- und Kommunikations­industrien etabliert. ELIoT bildet eine geschlossene Wertschöpfungskette mit Partnern ab, die in den Bereichen Komponenten, Chipsätze, Systeme und Applikationen mit Forschungs­einrichtungen zusammen­arbeiten, um die LiFi-Technologie für das IoT der Zukunft kommerziell nutzbar zu machen“, sagt Projekt­koordinator Volker Jungnickel vom Fraunhofer HHI.

Jean-Paul Linnartz, Mitinitiator von ELIoT und Leiter der LiFi-Forschung bei Signify unterstreicht das Potential von ELIoT: „LiFi bietet interferenz­freie Hoch­geschwindigkeits­kommunikation mit hoher Zuverlässigkeit. Die verfügbare Bandbreite kann in jedem Raum erneut in vollem Umfang genutzt werden. Die Beleuchtungs-Infrastruktur bietet eine hervorragende Möglichkeit, die rapide wachsende Anzahl von Geräten drahtlos zu vernetzen.“ 

HHI / DE
 

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