30.09.2003

INKA: Unternehmen entdecken ihr Innovationspotenzial

Im Rahmen einer europäischen Studie bekommen jetzt alle Unternehmen in Deutschland die Chance, ihre Innovationsfähigkeit prüfen zu lassen.



Im Rahmen einer europäischen Studie der Fraunhofer-Technologie-Entwicklungsgruppe Stuttgart (TEG) bekommen jetzt alle Unternehmen in Deutschland die Chance, ihre Innovationsfähigkeit auf Herz und Nieren prüfen zu lassen.

Die Firmen, gleich welcher Branche, profitieren mehrfach von der Teilnahme an INKA (Innovations- und Kreativitäts-Award): Zum einen werden ihnen die Studienergebnisse kostenlos zur Verfügung gestellt und zum anderen erhalten sie ein - ebenfalls kostenfreies - Kurz-Benchmarking. Soll heißen: In einer firmenindividuellen Kurzanalyse erfährt das Unternehmen gezielt, wo es schlechter oder besser als der Durchschnitt ist. Die Firma, die hier am besten abschneidet, erhält den Innovations- und Kreativitäts-Award der Fraunhofer TEG. Eine Auszeichnung, die sich positiv auf das Image des Gewinners auswirken dürfte.

Aggregierte Darstellung des Benchmarkingergebnisses (Quelle: TEG)

Zusätzlich haben wiederum alle Mitwirkenden die Möglichkeit, an einer Ergebniskonferenz teilzunehmen. Wenn gewünscht, können hier die Studienresultate mit anderen Firmenvertretern und den Mitarbeitern der Fraunhofer TEG diskutiert werden, um ggf. neue Zielsetzungen zu erarbeiten. Denn: "Innovationen sind äußerst wichtig für den unternehmerischen Erfolg", sagt INKA-Projektleiter Stefan Kohn von der Fraunhofer TEG. Kohn weiter: "Wer keine Kompetenzen im Innovationsmanagement vorweisen kann, wird heute schnell links und rechts überholt. Mit INKA bieten wir jetzt allen Unternehmen kurzzeitig die Chance, Ihren Ist-Zustand in Sachen Innovationsfähigkeit festzustellen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren".

Interview für den kostenlosen Innovations-Check (Quelle: TEG)

Als Gegenleistung sollen die Unternehmen lediglich für die Innovations-Studie relevante Fragen beantworten. Besonders interessant sind für die Fraunhofer-Innovationsprofis dabei die "Erfolgsfaktoren in den frühen Phasen des Innovationsprozesses". Fraunhofer TEG-Mitarbeiter Kohn kreist die Untersuchungsziele weiter ein: "Wir wollen untersuchen, welche Faktoren am Anfang des Innovationsprozesses wirklich relevant sind und wie erfolgreiche Unternehmen diese Phase meistern. Im Fokus stehen deshalb Tätigkeiten wie Umfeldanalyse, Chancenerkennung und -beurteilung, Ideengenerierung und -selektion oder Konzeption und Projektplanung."

Demnach sollen in die INKA-Studie all jene Parameter einfließen, die vor der eigentlichen Produktentwicklung stehen. Der stellv. Institutsleiter der Fraunhofer TEG, Andreas Levermann: "Um herauszufinden, wie erfolgreiche Unternehmen Innovationskräfte freisetzen, müssen wir zunächst Faktoren wie Organisationsstrukturen, Strategien und Prozesse betrachten. Werden von den Unternehmen bestimmte Methoden genutzt, gibt es Kennzahlen, Zielvorgaben etc.? Werden multifunktionale Teams eingesetzt, Kunden mit einbezogen? Welche Rolle spielt das Top-Management, die Unternehmenskultur usw. für die Generierung von Innovationsprozessen?"

Mit den Ergebnissen des Innovations- und Kreativitäts-Awards der Fraunhofer TEG werden Unternehmen feststellen, wie es mit ihrer eigenen Innovationsfähigkeit aussieht und wo noch Entwicklungspotenziale liegen. Um ein systematisches Bild gewinnen zu können, werden pro Unternehmen zwei Mitarbeiter (z. B. technischer Leiter und Marketingleiter) interviewt. Der Aufwand pro Unternehmen beläuft sich auf ca. zwei bis drei Stunden. Levermann: "Wir denken, dass dies - gemessen am Benefit - für jede Firma eine ausgezeichnete Investition ist." Wer hier zusätzlich Zeit sparen möchte, nutzt die online eingerichtete Vorab-Dateneingabe.

Quelle: idw

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