18.09.2003

Computeralgebra-Systeme

Schwardmann

Computeralgebra-Systeme

Von U. Schwardmann.
Addison-Wesley, Bonn 1995. XI + 249 S., Hardcover,.
ISBN 3-89319-682-X

Systeme der Computer-Algebra (CA) haben sich in den letzten Jahren einen festen Platz auf dem gesamten Spektrum leistungsfähiger Rechner gesichert. Damit verbunden ist ein recht breites Angebot entsprechender Software, das von universellen Systemen bis zu kleineren Spezialcodes reicht. Für den Anwender ist es so nicht immer leicht, sich für ein System zu entscheiden. Der Autor versucht, den Leser in den Gebrauch von CA-Systemen einzuführen. Er verbindet das mit einem Vergleich der am häufigsten genutzten Systeme - AXIOM, DERIVE, MACSYMA, MAPLE, MATHEMATICA und REDUCE. Als Leistungsparameter verwendet er - aus der Sicht eines Mathematikers verständlich - vor allem Beispiele aus dem ursprünglichen Kerngebiet der Computeralgebra, also der Algebra und der Differential- und Integralrechnung. Er zeigt, wie die einzelnen Systeme die Probleme lösen (oder auch nicht). Dabei wird klar, daß im Prinzip jedes der vorgestellten Softwarepakete seine Sonnen- und Schattenseiten besitzt.

Die ausgewählten Aufgabenstellungen widerspiegeln recht gut die Schwerpunkte der Themengebiete, so daß der Leser sich einen ersten objektiven Eindruck verschaffen kann. Es ist meines Wissens das erste Mal, daß ein solch umfassender Vergleich publiziert wird. Bei der Fülle der Probleme kann es auch zu kleineren Fehlern kommen: so kann MATHEMATICA die Ricattische Differentialgleichung durchaus lösen, wenn man das stets mitgelieferte Erweiterungspaket Calculus DSolve einlädt.

Weitere Gebiete, die auch eine große Rolle für die Funktionalität der Software besitzen - also z. B. Grafik, Kommunikation mit anderen Systemen, Datenein- und -ausgabe - kommen in diesem Buch recht kurz weg. Einerseits wäre ein ausführlicher Vergleich auch hier sehr informativ, würde aber andererseits sicher den gedachten Rahmen des Buches sprengen. Das Buch ist sehr gut geeignet, insbesondere dem Einsteiger Möglichkeiten und Grenzen moderner CA-Systeme zu demonstrieren.

H. Perlt, Leipzig

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