11.04.2018

Am Ruder der DPG

Am 9. April fand in Berlin die feierliche Amtsübergabe des DPG-Präsidenten statt.

Vor 42 Jahren wurde Dieter Meschede Ruderweltmeister mit dem Leichtgewichts-Achter, seit dem 9. April hat er nun das Ruder in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft übernommen: In einer Feierstunde im Magnus-Haus Berlin übernahm er das Amt des DPG-Präsidenten von seinem Vorgänger Rolf-Dieter Heuer, der nun turnusgemäß zwei Jahre lang Vizepräsident der DPG sein wird.

Dieter Meschede (Mitte) mit seinem Vorgänger Rolf-Dieter Heuer (links) und dem...
Dieter Meschede (Mitte) mit seinem Vorgänger Rolf-Dieter Heuer (links) und dem scheidenden Vizepräsidenten Edward Krubasik (rechts) (Foto: DPG / Ruffer)

In seiner Antrittsrede unterstrich Dieter Meschede die Bedeutung der beiden DPG-Standorte in Berlin und Bad Honnef – letzteren kenne er bereits aus seinen Studentenzeiten. „Eine ganze Reihe unvergesslicher menschlicher Begegnungen im Physikzentrum haben es mir leicht gemacht zu sagen, ich übernehme das Amt des Präsidenten“, verriet Meschede. Damit wolle er diese langjährigen, wertvollen Erkenntnisse und Erlebnisse zurückzugeben. Neben der Leidenschaft für die Wissenschaft treibe die DPG-Mitglieder auch die Empathie für die immer wieder gefährdete Zivilgesellschaft an. „Dem Eintreten für die freiheitlichen Ideen der westlichen Welt fühle ich mich ohne Einschränkung verpflichtet“, bekräftigte daher der neue DPG-Präsident.

Darüber hinaus wolle er die Themen seiner Vorgänger wie die Politikberatung oder die gute Ausbildung weiter voranbringen. „Ich freue mich darauf, das Amt mit Herrn Heuer als Vizepräsident zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen, wenn es draußen stürmisch wird, die Besonnenheit aufbringen werden, die Stürme gut zu überstehen“, versprach Meschede für seine Amtszeit.

Dieter Meschede (Jahrgang 1954) ist Leiter der Arbeitsgruppe Quantentechnologie an der Universität Bonn. Er war und ist Mitglied und Sprecher in zahlreichen Forschungsverbundprojekten der DFG, des BMBF und der Europäischen Kommission. Seit fast 40 Jahren forscht Meschede auf dem Gebiet der Quantenoptik. Das sog. „Förderband aus Licht“, mit dem sich Atome als Rechenwerk für einen Quantencomputer nutzen lassen könnten, gehört zu den herausragendsten Forschungsergebnissen seiner Arbeitsgruppe. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten wurde er bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1989 mit dem Rudolf-Kaiser-Preis oder 2007 mit dem Robert-Wichard-Pohl-Preis der DPG. Von 2005 bis 2018 war Dieter Meschede Wissenschaftlicher Leiter des Physikzentrums Bad Honnef.

Maike Pfalz

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