26.01.2024

Feierliche Institutseröffnung

Das Institute for Quantitative and Computational Biosciences arbeitet an der Schnittstelle zu Physik und anderen Naturwissenschaften.

Das Institute for Quantitative and Computational Biosciences (IQCB) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist feierlich eröffnet worden. Der Wissenschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Clemens Hoch, und der Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der JGU, Stefan Müller-Stach, waren anwesend und sprachen Grußworte. Ziel des IQCB ist es, als Schnittstelle der Lebenswissenschaften zu benachbarten Disziplinen wie Mathematik, Informatik, Physik und Chemie zu dienen und dadurch neue Möglichkeiten der Forschung zu schaffen, etwa durch die computergestützte Analyse großer Datenmengen, computergestützte Modellierungen oder das maschinelle Lernen. 


Abb.: Bei der Eröffnung des IQCB (v.l.): JGU-Vizepräsident für Forschung und...
Abb.: Bei der Eröffnung des IQCB (v.l.): JGU-Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Stefan Müller-Stach, IQCB-Gründungsdirektor Peter Baumann und Wissenschaftsminister Clemens Hoch
Quelle: S. F. Sämmer

Das IQCB wurde von dem Molekularbiologen und Humboldt-Professor Peter Baumann gegründet und wird bereits von mehr als fünfzig führenden Wissenschaftlern der JGU unterstützt, darunter die theoretische Evolutionsökologin Hanna Kokko und der Mediziner Wolfram Ruf, die ebenfalls mit Humboldt-Professuren ausgezeichnet worden sind. „Interdisziplinäres Teamwork ist heute unabdingbar, um dringende fundamentale Fragen in den Lebens- und Naturwissenschaften zu beantworten“, sagt Baumann. „Im IQCB kommt die nötige Bandbreite an Expertise und Fähigkeiten zusammen, um neue Forschungsansätze zu entwickeln und ein neues wettbewerbsfähiges Zentrum innovativer Wissenschaft in Mainz zu schaffen.“

Die Lebenswissenschaften haben in den vergangenen 15 Jahren an der JGU eine äußerst dynamische Entwicklung genommen, man denke nur an die Ausgründung BioNTech mit ihrem Impfstoff gegen COVID-19“, sagt JGU-Vizepräsident Stefan Müller-Stach. „Der Profilbereich ReALity der JGU, der vom Land Rheinland-Pfalz im Rahmen der Forschungsinitiative finanziell unterstützt wird und dessen Sprecher Peter Baumann ist, hat mit dem IQCB nun eine langfristige Perspektive erhalten. Forschende der verschiedenen Fächer können die Synergien in der Region nutzen, um gemeinsam weitere komplexe Fragen der Lebens- und Naturwissenschaften zu beantworten.“ 

Um den interdisziplinären Austausch und entsprechende Forschungsprojekte zu fördern, wird das IQCB regelmäßige Seminare und Workshops abhalten, Forschungsverbünde initiieren und ein neues fachbereichübergreifendes Lehrangebot schaffen. Dadurch soll das IQCB einen entscheidenden Beitrag leisten, um grundlegende Fragen zu beantworten: Wie können Menschen gesünder altern? Wie kann die Produktion von Nahrungsmitteln nachhaltiger gestaltet werden? Wie lassen sich die negativen Effekte des Klimawandels auf die Biosphere verringern?

Wissenschaft sucht Antworten auf wichtige Fragestellungen von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Sie hat zudem den Transfer ihrer Ergebnisse auch in die Wirtschaft und die Gesellschaft im Blick. Denn unsere Gesellschaft und die Wissenschaft stehen vor großen Herausforderungen: Gesundheit, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimawandel sind nur einige der gesellschaftlichen Themen, zu denen die Wissenschaft fundierte Antworten liefert. Alle diese Themen sind hochaktuell und treiben uns als Gesellschaft um. Sie müssen uns umtreiben, denn wir haben heute die Verantwortung für unsere Umwelt sowie für unsere künftigen Lebens- und Arbeitsbedingungen, insbesondere die unserer Kinder und Kindeskinder. Diese Verantwortung tragen wir in der Politik, in der Wissenschaft und in der Gesellschaft alle gemeinsam“, sagt Wissenschaftsminister Clemens Hoch. 

Das IQCB greife diese Fragen auf. Fakultätsübergreifend würden hier Forschungsaktivitäten in den Bereichen rechnergestützte Modellierung, Data Mining und Machine Learning an der Schnittstelle der Lebenswissenschaften mit benachbarten Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik gebündelt. Das Land Rheinland-Pfalz sei stolz auf diese Entwicklung, denn dadurch werde sichtbar, dass die kontinuierliche Förderung, beispielsweise im Rahmen der Forschungsinitiative, des Forschungsfonds und durch weitere gezielte Förderungen, die erhoffte Wirkung erzielen und der Universität ein Stück dabei verhelfen, mit weiteren Projekten und Ideen Beiträge zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten, so der Minister.

JGU / DE


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