16.08.2006

Fleißige Erfinder

Die meisten Erfindungen in den klassischen Naturwissenschaften werden von den Wissenschaftlern der Universität Jena gemeldet.



Die meisten Erfindungen in den klassischen Naturwissenschaften werden von den Wissenschaftlern der Universität Jena gemeldet.

Die meisten Erfindungen in den klassischen Naturwissenschaften werden von den Wissenschaftlern der Universität Jena gemeldet. In den Jahren 2002 bis 2004 haben die Biologen, Chemiker und Physiker insgesamt 61 Erfindungen an ihre Hochschule gemeldet. Damit zählen die Jenaer sowohl absolut gesehen als auch im Verhältnis zur Zahl der forschenden Wissenschaftler bei allen drei Disziplinen zur Spitze in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh auf Basis einer Auswertung des CHE-Hochschulrankings.

Im Fach Physik ist die Spitzengruppe der Universitäten, die absolut wie relativ zur Spitze gehören, mit insgesamt zehn Hochschulen recht breit (Tab.). Es sind in alphabetischer Reihenfolge: die Universitäten Augsburg und Bremen, die TU Dresden, die Universitäten Jena, Kassel, Kiel, Konstanz, Münster, Regensburg und Würzburg.

Seit dem Jahr 2002 ist das so genannte "Hochschullehrer-Privileg" gefallen. Seither müssen die Forscher ihre Erfindungen der Hochschule melden, an der sie beschäftigt sind. Die Hochschule entscheidet dann, ob sie die Erfindung selbst zum Patent anmelden will oder ob sie dies dem Forscher überlässt. Die absolute und relative Anzahl der Erfindungsmeldungen ist ein Indikator für das Ausmaß, in dem insbesondere anwendungsbezogene Forschung an einem Fachbereich betrieben wird.


Tabelle: Erfindungsmeldungen absolut und relativ im Fach Physik (* und gefettet = Spitzengruppe bei den relativen Werten)


Universität

Anzahl der Erfindungen 2002–2004

Anteil an der Summe aller Erfindungen

Kumulierter Anteil an Summe aller Erfindungen

Erfindungen pro WissenschaftlerIn und Jahr

Bremen U

37

7,70%

7,70%

2,32 *

Dresden TU

30

6,30%

14,00%

1,51 *

Jena U

27

5,60%

19,70%

1,07 *

Kassel U

23

4,80%

24,50%

3,03 *

Augsburg U

21

4,40%

28,90%

1,18 *

Regensburg U

18

3,80%

32,60%

0,94 *

Kiel U

17

3,60%

36,20%

1,30 *

München LMU

17

3,60%

39,70%

0,38

Würzburg U

17

3,60%

43,30%

0,90 *

Frankfurt U

14

2,90%

46,20%

0,52

Konstanz U

14

2,90%

49,20%

1,43 *

Münster U

14

2,90%

52,10%

0,93 *

Bochum U

13

2,70%

54,80%

0,58

Bonn U

13

2,70%

57,50%

0,57

Saarbrücken U

12

2,50%

60,00%

0,91 *

Tübingen U

12

2,50%

62,60%

0,69

Bayreuth U

11

2,30%

64,90%

0,86 *

Berlin FU

11

2,30%

67,20%

0,59

Düsseldorf U

11

2,30%

69,50%

0,75

Erlangen-Nürnberg U

11

2,30%

71,80%

0,39

Kaiserslautern U

10

2,10%

73,80%

0,64

Freiburg U

9

1,90%

75,70%

0,54

Leipzig U

9

1,90%

77,60%

0,48

Magdeburg U

9

1,90%

79,50%

0,79 *

Ilmenau TU

8

1,70%

81,20%

0,77

Marburg U

8

1,70%

82,80%

0,58

Paderborn U

8

1,70%

84,50%

0,81 *

Potsdam U

8

1,70%

86,20%

0,63

Berlin HU

7

1,50%

87,70%

0,29

Heidelberg U

7

1,50%

89,10%

0,28

Berlin TU

6

1,30%

90,40%

0,28

Braunschweig TU

5

1,00%

91,40%

0,35

Göttingen U

5

1,00%

92,50%

0,18

Bielefeld U

4

0,80%

93,30%

0,29

Halle-Wittenberg U

4

0,80%

94,10%

0,23

Mainz U

4

0,80%

95,00%

0,14

Oldenburg U

4

0,80%

95,80%

0,32

Ulm U

3

0,60%

96,40%

0,24

Bremen IU

2

0,40%

96,90%

0,54

Dortmund U

2

0,40%

97,30%

0,11

Gießen U

2

0,40%

97,70%

0,15

Hamburg U

2

0,40%

98,10%

0,07

Osnabrück U

2

0,40%

98,50%

0,26

Aachen RWTH

1

0,20%

98,70%

0,04

Chemnitz TU

1

0,20%

99,00%

0,07

Clausthal TU

1

0,20%

99,20%

0,14

Hannover U

1

0,20%

99,40%

0,06

Köln U

1

0,20%

99,60%

0,04

Siegen U

1

0,20%

99,80%

0,12

Stuttgart U

1

0,20%

100,00%

0,04

Cottbus BTU

0

0,00%

100,00%

0

Greifswald U

0

0,00%

100,00%

0


Quelle: CHE Centrum für Hochschulentwicklung

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