01.12.2021

Legierungen mit hoher Entropie erforschen

Japanischer Humboldt-Preisträger kommt zu Forschungsaufenthalt nach Deutschland.

Der Materialwissenschaftler Haruyuki Inui von der Kyoto University (Japan) wurde im November 2021 mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Diese renommierte und mit 60.000 Euro dotierte Auszeichnung wird durch die Alexander-von-Humboldt-Stiftung jährlich an international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland zur Unterstützung von Kooperationsprojekten mit Forschern in Deutschland verliehen. Inui wird in mehreren Aufenthalten in Deutschland, unter anderem auch das Düsseldorfer Max-Planck-Institut für Eisen­forschung (MPIE) besuchen und dort vor allem zu komplexen Hochentropie-Legierungen forschen.

 

Abb.: Haruyuki Inui von der Kyoto University (Japan) wurde im November 2021 mit...
Abb.: Haruyuki Inui von der Kyoto University (Japan) wurde im November 2021 mit dem Humboldt-Forschungs­preis ausgezeichnet und wird unter anderem das Düssel-dorfer Max-Planck-Institut für Eisen­forschung besuchen. (Bild: MPIE)

„Wir freuen uns sehr, Haruyuki bald bei uns begrüßen zu dürfen. Er ist ein weltweit führender Material­wissenschaftler und Experte auf den Gebieten der Kristall­mechanik und der Hochentropie­legierungen. Auf beiden Gebieten werden wir hier am MPIE mit ihm zusammen­arbeiten.“, sagt Dierk Raabe, Direktor der Abteilung Mikrostruktur­physik und Legierungs­design am MPIE. Zusammen mit Martin Heilmaier vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat er Inui erfolgreich für den Humboldt-Forschungs­preis nominiert.

Inui ist auch Spezialist auf dem Gebiet der intermetallischen Phasen, die bei der Entwicklung neuartiger Konstruktions­werkstoffe für extreme Umgebungs­bedingungen, zum Beispiel im Bereich von Verbrennungs­prozessen, eine bedeutende Rolle spielen. Die grundlegenden Arbeiten aus Kyoto waren über Jahrzehnte richtungsweisend für die weltweite Forschung auf diesem Gebiet, die schließlich den kommerziellen Einsatz von Titan-Aluminid-Werkstoffen in Flugtriebwerken ermöglicht hat. Dabei spannt er den Bogen von komplexen Eisen- und Kobaltbasis-Super­legierungen über neuartige intermetallische Phasen bis hin zu Hochentropie-Legierungen – diese sind derzeit in der Material­wissenschaft und Werkstofftechnik ein heißes Eisen, zu dem der Preisträger auch substantiell beigetragen hat.

Inui plant seinen mit dem Humboldt-Forschungs­preis verbundenen Forschungs­aufenthalt ab 2022 in Deutschland zu verbringen, wo er am MPIE, am KIT, an der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bayreuth forschen wird.

MPIE / DE

 

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