07.03.2008

Merck investiert in neues Forschungszentrum

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck will 47 Millionen Euro in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum am Stammsitz Darmstadt investieren.

Darmstadt (dpa) - Der Pharma- und Chemiekonzern Merck will 47 Millionen Euro in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum am Stammsitz Darmstadt investieren. Mit dem Bau des Zentrums für den Unternehmensbereich Chemie soll im Juni begonnen werden, die Fertigstellung ist für Ende 2009 geplant, wie das Unternehmen am Donnerstag in Darmstadt mitteilte.

In dem Komplex will Merck große Teile der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Spezialchemie mit etwa 340 Mitarbeitern bündeln. Dazu gehören auch die Forschungsabteilungen der lukrativen Sparte Flüssigkristalle in Darmstadt, Frankfurt und Mainz. Das Vorhaben sei die bisher größte Einzelinvestition des DAX-Unternehmens in Forschung und Entwicklung in der Chemie.

Mit dem Projekt will Merck Innovationen im erfolgreichen Spezialchemikaliengeschäft schnell und effizient auf den Markt bringen. Von der Bündelung der Forschung unter einem Dach verspricht sich das Unternehmen «erhebliche Prozessverbesserungen und Synergien».

Mit Flüssigkristallen setzte Merck im vergangenen Jahr 916 Millionen Euro um. Das operative Ergebnis stagnierte bei 487 Millionen Euro. Die Umsatzrendite der Sparte lag bei 53 Prozent, im laufenden Jahr soll sie nach Prognosen vom Februar leicht auf 47 bis 52 Prozent zurückgehen. Die Darmstädter sind nach eigenen Angaben Weltmarktführer auf dem Gebiet. Flüssigkristalle werden unter anderem in Flachbild-Fernsehern, Computermonitoren, Mobiltelefonen und Digitalkameras eingesetzt.

Die geplante Investition dürfte am Stammsitz für Beruhigung sorgen. Im vergangenen Jahr hatte Merck den für 190 Millionen Euro in Darmstadt geplanten Bau einer Produktionsanlage für das Krebsmittel Erbitux abgesagt und sich stattdessen für den Standort in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) entschieden. Seit dem Kauf von Serono Anfang 2007 bündelt Merck seinen biopharmazeutischen Geschäftsbereich bei Genf.

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