27.01.2022

Millionenförderung für Mikrooptik

Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena wird von der DFG beim Ausbau der Forschungsinfrastruktur gefördert.

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena gehört zu den 16 Hochschulen für angewandte Wissen­schaften, die von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft beim Ausbau ihrer Forschungs­infrastruktur gefördert werden. Der Umfang des Projektes beträgt gut eine Million Euro. Die DFG führte erstmalig 2021 eine Initiative zur Förderung der Forschungs­infrastruktur von Hochschulen der Angewandte Wissenschaften durch. Bundesweit wurden insgesamt 72 Projekt­anträge eingereicht. 

Abb.: Mit den Fördermitteln soll eine Laserlithografie-Anlage für mikro- und...
Abb.: Mit den Fördermitteln soll eine Laserlithografie-Anlage für mikro- und mesoskalige optische Elemente aufgebaut werden. (Bild: S. Reuter, EAH Jena)

Projektleiter Robert Brunner schätzt die Förderzusage als eine einzigartige Chance für den Ausbau von Spitzen­forschung im Schwerpunkt Mikrooptik ein. Die Förderung ermöglicht an der EAH Jena die Investition in eine hochmoderne Anlage zur Laser­lithografie, mit der mikro- und mesoskalige optische Elemente hergestellt werden können. Mit der neuen Großanlage lassen sich in Zukunft Strukturen herstellen, deren Dimensionen von einem bis zu mehreren hundert Mikrometern reichen. Gleichzeitig werden hohe Genauigkeits­anforderungen eingehalten, die im Nanometer­bereich liegen.

In der Optik und der Halbleiter­technik werden dadurch Forschungs- und Anwendungs­möglichkeiten eröffnet, die bisher nicht, oder nur sehr unzureichend erfüllbar waren. Diese reichen von Gebieten wie Endoskopie in der Medizin­technik, über Chipproduktion in der Halbleiter­branche bis hin zu neuen LED-Beleuchtungs­systemen im Automobilbau. Das inter­disziplinäre Forschungsteam umfasst vier Partner: Robert Brunner, Michael Rüb und Iwan Schie von der EAH Jena vereinigen einschlägige Erfahrungen zur Fertigung von Nano- und Mikro­strukturen und deren Nutzung in multimodalen optischen Systemen sowie in der Halbleiter­fertigung. Das Kompetenzprofil von Hartmut Hillmer von der Universität Kassel bietet Synergien sowohl zur Mikro- und Nano­technologie als auch zur Erforschung mikrooptischer Strukturen für spektral­sensorische Anwendungen.

EAH Jena / JOL

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