25.06.2008

Neues Abkommen gegen Klimawandel?

Nur mit einem neuen internationalen Abkommen kann dem weltweiten Klimawandel nach Einschätzung von ifo-Chef Hans-Werner Sinn entgegengesteuert werden.

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München (dpa) - Nur mit einem neuen internationalen Abkommen kann dem weltweiten Klimawandel nach Einschätzung von ifo-Chef Hans-Werner Sinn entgegengesteuert werden. «Beim Klimaschutz sollten wir die Rechnung nicht ohne den Wirt machen», sagte Sinn am Dienstag bei der ifo Jahresversammlung in München. Letztlich entschieden die Öl-Scheichs darüber, wieviel fossile Brennstoffe aus der Erde geholt und verbrannt würden. Wenn nur Deutschland seinen Energieverbrauch drossele, reiche das nicht aus. Vielmehr dürften dann andere große Öl-Abnehmer wie die USA und China frei werdende Kapazitäten für sich nutzen. «Das wäre nur eine Subvention anderer Verbraucher-Länder», sagte Sinn. Daher sei ein internationales Klima-Abkommen im Anschluss an das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll nötig.

Auch die Erzeugung von Biosprit löst das Problem aus Sicht des ifo-Präsidenten nicht und kann sogar kontraproduktiv sein. Vor dem Anbau geeigneter Pflanzen würden die Flächen meist brandgerodet, was viel Kohlendioxid freisetze. Als weiteres Problem nannte Sinn den «gigantischen Flächenverbrauch». Allein eine Versorgung des Verkehrs würde sämtliche Ackerflächen der Welt in Anspruch nehmen, sagte Sinn.

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