08.10.2015

Neues Zentrum für Additive Fertigung in Aachen

Das Aachen Center for Additive Manufacturing will Unter­nehmen dabei helfen, generative Fertigungs­verfahren in die Produktion zu überführen.

Die Fraunhofer-Institute für Produktions­technologie IPT und für Laser­technik ILT gründeten gemeinsam mit Partnern aus der Wissen­schaft am Campus der RWTH Aachen das ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing. Ziel des neuen Zentrums für Generative Fertigung ist es, produzierende Unter­nehmen – vom Konzern über den Mittel­ständler bis hin zum Klein­unternehmen – in die Lage zu versetzen, diese Techno­logie sinnvoll und gewinnbringend in ihren Produktions­prozessen einzusetzen. Im Mittel­punkt steht dabei der Aufbau eines Netz­werkes, das den Beteiligten Pfade entlang einer AM-Roadmap aufzeigt.

Abb.: Die beiden Geschäftsführer Johannes Witzel (li.) und Kristian Arntz (re.) sind stolz auf das neue ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing. (Bild: Fh.-ILT, Aachen)

Die beiden ACAM-Geschäftsführer, die unterschiedliche Motivationen mitbringen, stammen vom Fraunhofer IPT und ILT. Kristian Arntz vom Fraunhofer IPT ist begeistert vom dahinter stehenden Center-Konzept: „Wir gehen hier ein Thema ganzheitlich an – von Projekt­entwicklung, Weiter­bildung, Machbarkeits­studien und Beratung bis zum Erarbeiten von Wissen in einer AM-Community.“ Johannes Witzel vom Fraunhofer ILT setzt auf die Kraft, „die in der einzigartigen Kombination aus weltweit aktiven und renommierten großen Instituten liegt.“

An der ACAM-Community können sich Firmen als Partner beteiligen, wobei die jährlichen Kosten von 12.000 Euro für ein Basis-Paket bis hin zum individuell vertraglich aus­gehandelten Angebots­paket variieren. Wer sich auf dem Campus ansiedelt, kann seinen Mitarbeitern etwas Besonderes bieten, wie Kristian Arntz erklärt: „Die Mitarbeiter dieser Firmen können an Aus- und Weiter­bildungs­angeboten der RWTH Aachen University teilnehmen und sind direkt eingebunden in das universitäre Umfeld.“ In Sachen Aus­bildung plant das ACAM ein maß­geschneidertes Konzept, wie Johannes Witzel ergänzt: „Wir werden ab 2016 gemeinsam mit der RWTH Aachen University ein auf die Bedarfe in der Industrie abgestimmtes Seminar­angebot etablieren. Lang­fristig wird auch ein qualifizierter, zertifizierter Abschluss für diesen Bereich angestrebt – also einen Master oder Bachelor für Additive Manufacturing.“

Fh.-ILT / Fh.-IPT / AI

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