12.07.2023

Physik-Olympioniken gekürt

Bester europäischer Physik-Nachwuchs kommt aus Rumänien.

Fünf Tage lang haben sich herausragende Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt in Hannover getroffen, um anspruchsvolle theoretische und experimentelle Probleme zu lösen und den besten Physik-Nachwuchs Europas zu küren. Insgesamt wurden bei der heutigen feierlichen Preis­verleihung 100 Teilnehmer für ihre besonders guten Ergebnisse mit 17 Gold-, 41 Silber- und 42 Bronze­medaillen geehrt.

 

Abb.: Die Gewinner der Haupt­preise der 7. Europäischen Physik­olympiade:...
Abb.: Die Gewinner der Haupt­preise der 7. Europäischen Physik­olympiade: Luc Mezereeuw, Andrei-Darius Dragomir und Vlad-Stefan Oros (von links; Bild: S. Pinsdorf / LUH)

Der Hauptpreis für die insgesamt beste Leistung in beiden Prüfungsteilen ging an Vlad-Stefan Oros aus Rumänien, der auch die beste theoretische Prüfung ablegte. Die besten experimentellen Ergebnisse zeigten Luc Mezereeuw aus Singapur und Andrei-Darius Dragomir aus Rumänien. Beide wurden ebenfalls ausgezeichnet. Im inoffiziellen Nationen­ranking schnitt Rumänien mit drei Goldmedaillen am besten ab. Auch das fünfköpfige deutsche Team hat mit zwei Silbermedaillen und zwei Bronze­medaillen ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

An der 7. Europäischen Physikolympiade haben insgesamt 181 Schüler aus 37 Ländern teilgenommen. Mehrheitlich kommen sie aus Europa, aber auch Gastteams von anderen Kontinenten haben teilgenommen. Ausgerichtet hat den Wettbewerb die Leibniz Universität Hannover (LUH) zusammen mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Natur­wissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel.

„Hinter uns liegen fünf intensive und spannenden Tage. Es war wirklich beeindruckend mit welchem Engagement, aber auch Spaß alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Sache waren. Wer weiß, vielleicht war sogar ein Nobelpreisträger oder eine Nobelpreis­trägerin der Physik von Morgen dabei“, fasst Gunnar Friege vom Institut für Didaktik der Mathematik und Physik der LUH die Veranstaltung zusammen. Er hat den Wettbewerb zusammen mit Stefan Petersen vom IPN organisiert. Für die Leibniz Universität war es als Gastgeberin darüber hinaus eine Gelegenheit, sich vielversprechenden Talenten als interessanter Studienort zu präsentieren. Zahlreiche Forschende der LUH hatten dafür Labor­führungen angeboten, Einblicke in den Wissenschaftsalltag gegeben und Fragen der Teilnehmer beantwortet.

Die Physikolympiade ist ein jährlich ausgetragener, internationaler wissenschaftlicher Wettbewerb, der sich an Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bis zu einem Alter von maximal zwanzig Jahren richtet. Er besteht aus einer experimentellen und einer theoretischen Prüfung von jeweils fünf Stunden. Der Wettbewerb ist offen für Länder aus Europa und darüber hinaus. Jedes Land kann ein Team bestehend aus bis zu fünf Schülern und einen Teamleiter entsenden. In den einzelnen Ländern finden unterschiedliche Qualifizierungs­wettbewerbe statt. Die nächste Physik­olympiade findet 2024 in Georgien statt.

U. Hannover / DE

 

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