21.11.2008

RWE will in Rumänien in Kernkraft-Projekt einsteigen

RWE ist schon in Bulgarien aktiv und prüft den Einstieg in eine Projektgesellschaft zum Bau eines Kernkraftwerkes in Belene an der Donau.



Essen (dpa) - Der RWE-Konzern will sein Kernkraft-Engagement in Südosteuropa ausweiten und sich am Bau eines Kernkraftwerkes in Rumänien beteiligen. RWE ist schon in Bulgarien aktiv und prüft den Einstieg in eine Projektgesellschaft zum Bau eines Kernkraftwerkes in Belene an der Donau. Gegner lehnen das Projekt ab, weil für den russischen Reaktor-Typ keine ausreichenden Sicherheitsanalysen vorlägen und Belene in einem Erdbebengebiet liege.

In Rumänien habe RWE am Donnerstag mit der nationalen rumänischen Nukleargesellschaft und fünf weiteren internationalen Partnern (ArcelorMittal Galati, CEZ, ENEL, GDF SUEZ, Iberdrola) eine Investitionsvereinbarung zur Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft (PCO) getroffen, teilte der Konzern in Essen mit. Nach Freigabe durch die rumänische Regierung werde die Vereinbarung von den beteiligten Unternehmen voraussichtlich Anfang 2009 unterzeichnet. Ziel ist der Bau der Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Cernavoda.

Die Projektgesellschaft soll ab März 2009 in einer 18-monatigen Projektentwicklungsphase alle sicherheitsrelevanten und technischen Details abstimmen. Anschließend soll das Projekt umgesetzt werden. Die staatliche Gesellschaft Nuclearelectrica hält 51 Prozent an der gemeinsamen Projektgesellschaft. Der Anteil von RWE Power liegt bei 9,15 Prozent. Die Blöcke 3 und 4 am Standort Cernavoda mit einer Gesamtleistung von 1400 Megawatt sollen vier Milliarden Euro kosten und 2016 in Betrieb gehen.


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