07.02.2024

Starkes Interesse an Frühjahrstagungen der DPG

In Greifswald, Karlsruhe, Gießen, Freiburg und Berlin werden mehr als 9000 Teilnehmende erwartet.

Energiewende, Quantencomputer, künstliche Intelligenz und neue Materialien: Raum für den fachlichen Austausch über physikalische Themen von gesellschaftlicher Bedeutung bietet die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) auch dieses Jahr wieder auf ihren Frühjahrstagungen, die zu den größten Physikveranstaltungen in Europa zählen. Zu den Kongressen in Greifswald, Karlsruhe, Gießen, Freiburg und Berlin werden im Februar und März insgesamt rund 9000 Physikerinnen und Physiker aus dem In- und Ausland erwartet. „Bei den Frühjahrstagungen geht es um Wissenstransfer auf internationalem Niveau“, sagt DPG-Präsident Joachim Ullrich. „Hier zeigen neben renommierten Expertinnen und Experten auch Studierende und Promovierende ihre Forschungsergebnisse – die DPG-Tagungen sind daher auch ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung.“ Lehrkräfte können das Tagungsprogramm nach Anmeldung gebührenfrei besuchen. Außerdem gibt es öffentliche Vorträge und Veranstaltungen zu ausgewählten Themen, bei denen sich alle Interessierten auf den neuesten Stand bringen können.


Abb.: Die DPG-Frühjahrstagungen 2024 finden in Greifswald, Karlsruhe, Gießen,...
Abb.: Die DPG-Frühjahrstagungen 2024 finden in Greifswald, Karlsruhe, Gießen, Freiburg und Berlin statt.
Quelle: T. Daab, DPG

Den Auftrakt macht in diesem Jahr vom 26. bis 29. Februar die DPG-Frühjahrstagung an der Universität Greifswald mit den DPG-Fachverbänden Umweltphysik, Plasmaphysik, Laserphysik, extra­terrestrische Physik sowie Physikdidaktik und Geschichte der Physik. Vom 4. bis 8. März finden sich am Karlsruher Institut für Technologie die Teilchen­physikerinnen und -physiker zusammen. Auf dem Campus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird es vom 10. bis 15. März um Atome, Moleküle, Quantenoptik und Photonik gehen. Parallel tagen vom 11. bis 15. März an der Justus-Liebig-Universität in Gießen die Fachverbände Gravitation und Relativitätstheorie sowie Physik der Hadronen und Kerne. 

Den Schlusspunkt setzt die Tagung in Berlin vom 17. bis 22. März: In der Hauptstadt trifft sich auf dem Campus der Technischen Universität die Sektion Kondensierte Materie. Darüber hinaus soll es um Quanten­information und Strahlen- und Medizinphysik sowie um theoretische und mathematische Grundlagen der Physik gehen. Diese Tagung umfasst auch die 87. Jahrestagung der DPG, auf der neben der Mitglieder­versammlung auch Preisverleihungen und Preis­trägervorträge vorgesehen sind. An den Konferenzen beteiligen sich auch die zahlreichen Arbeitskreise der DPG, unter anderem zu Chancengleichheit, sowie die junge DPG (jDPG). 

Ergänzt wird das wissenschaftliche Programm der Tagungen durch öffentliche Veranstaltungen, zu denen der Eintritt frei ist: Beim „Einstein Slam“ am Montag, 18. März 2024, um 20 Uhr im Audimax der TU Berlin treten Forschende in einem unter­haltsamen Vortrags­wettbewerb gegeneinander an. Bei den seit dem Jahr 2000 stattfindenden Max-von-Laue-Vorträgen kommen Wissen­schaftlerinnen und Wissenschaftler zu Wort, die sich durch besonderes gesellschaftliches oder politisches Engagement auszeichnen. In diesem Jahr wird in diesem Rahmen in Berlin Alan Robock von der amerikanischen Rutgers-Universität über die Auswirkungen sprechen, die ein Atomkrieg auf das globale Klima und damit auf die Ernährung der Weltbevölkerung haben würde. Der Vortrag findet am Dienstag, 19. März, um 19 Uhr im Hörsaal A151 statt. 

Alle Tagungen bieten weitere öffentliche Abend­vorträge an. So spricht am Mittwoch, dem 28. Februar 2024, in Greifswald Holger Kersten von der Universität Kiel ab 19:30 Uhr im Hörsaal 3/4 über „Exotische Gas­entladungen“. In seinem mit eindrucksvollen Experimenten gestalteten Vortrag erklärt der Physiker, was es mit Plasmen auf sich hat und warum diese nicht nur im Universum, sondern auch in der Industrie und Energie­versorgung wichtig sind. Auf die Spur des unsichtbaren Universums begibt sich in Karlsruhe am 5. März 2024 die Astroteilchenphysikerin Kathrin Valerius um 19:30 im Audimax des Karlsruher Instituts für Technologie. In ihrem Vortrag geht es um die geheimnisvolle Dunkle Materie und Neutrinos sowie die spektakulären Experimente, mit denen diese erforscht werden. 

Einen Tag später, am 6. März 2024 um 19:15, ist im Rahmen der Gießener Tagung Nobelpreis­träger Reinhard Genzel zu hören. Er wird im Hörsaal 1 der Universität Gießen über Galaxien und schwarze Löcher sprechen. In Freiburg verrät Oskar von der Lühe am Donnerstag, 14. März 2024, um 20 Uhr, mit welchen Mitteln Forschende seit 150 Jahren die Sonne beobachten – und welche Erkenntnisse sie daraus auch für andere Sterne gewinnen. Auch in Berlin wird es neben dem Einstein-Slam und dem Max-von-Laue-Vortrag noch einen weiteren öffentlichen Abendvortrag geben.

DPG / JOL

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Die Präsentationen dauern jeweils eine Stunde, am Ende der Veranstaltung ist Zeit für Q&A eingeplant.

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