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Neue Beziehungskisten für RiesenatomeTilman Pfau9/2015Seite 47

Neue Beziehungskisten für Riesenatome

Eine ultrakalte Liaison stemmt sich gegen die Lehrmeinung.

Lehrbücher der physikalischen Chemie teilen die möglichen Bindungstypen zwischen atomaren Partnern in drei Typen ein: ionische, kovalente und Van-der-Waals-Bindung. Dieser Liste ist ein neuer Bindungstyp hinzuzufügen, bei dem das Elektron eines Rydberg-Atoms die Bindung eines Neutralatoms vermittelt. Das entstehende Riesenmolekül weist ungewöhnliche Eigenschaften auf und ähnelt einem eingefrorenen klassischen Objekt mit permanentem Dipolmoment.

In Atomen vollführen Elektronen einen Quantentanz um den Kern und entfernen sich dabei von diesem um etwa 0,1 Nanometer. Wird ein Elektron dabei zum Beispiel von einem Photon oder einem anderen Teilchen „gekickt“, geht es in einen angeregten Zustand über und verbringt bis zu seinem Zerfall eine kurze Zeit in einem etwas größeren Abstand. Bekommt es zu viel Energie, kann es das Coulomb-Potential des Kerns verlassen, und das Atom wird ionisiert. Eine knapp unterhalb der Ionisationsschwelle dosierte Energie kann das Elektron auf eine sehr weite Umlaufbahn um den Kern schicken. Die diskreten Quantenzustände dort sind die so genannten Rydberg-Zustände. Die dazu­gehörenden Elektronenorbitale sind im Wasserstoff durch die Hauptquantenzahl n, den Drehimpuls l und die Orientierung m charakterisiert.

Die Rydberg-Orbitale wachsen mit n2 und können bei n = 100 einen Radius von einem Mikrometer erreichen. Da diese Elektronen nur noch sehr schwach gebunden sind, ergeben sich weitere extreme Eigenschaften. Ein Orbital, welches ohne äußeres elektrisches Feld seinen Ladungsschwerpunkt am Kernort hat, kann durch ein solches Feld sehr leicht polarisiert werden. Die Pola­risierbarkeit steigt mit n7 an. Die maximale Ladungstrennung zwischen Elektron und Kern kann ungefähr die Größe des Orbitals erreichen. Damit skalieren die Dipolmomente also auch mit n2. Diese ­Eigenschaft macht Rydberg-Atome zu hochsensiblen Antennen. In der Quantenoptik, wo man die Licht-Materie-Wechselwirkung zwischen einzelnen Photonen und Atomen studiert, wurden sie deshalb für Pionierarbeiten zur Beobachtung von Lichtzuständen eingesetzt, für die es 2012 den Nobelpreis gab [1]. Extrem stark ist auch die Van-der-Waals-Wechselwirkung zwischen zwei Rydberg-Atomen: Sie skaliert mit n11! Wie weit lässt sich die Hauptquantenzahl hochschrauben? ... 

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Tilman Pfau7/2002Seite 23

Kohärenter Molekül-Atom-Cocktail

2/2015Seite 48

Physik-Preise 2015

Laudationes auf die Preisträgerinnen und Preisträger der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Deutschen Vakuum-Gesellschaft

Tilman Pfau und Christophe Salomon12/2020Seite 76DPG-Mitglieder

Long Range Interacting Quantum Systems: from Cold Atoms and Molecules to Photons

French-German WE-Heraeus-Seminar

Chiara Menotti und Maciej Lewenstein10/2007Seite 19

Ultrakalt und magnetisch

Schwebende QuantentröpfchenFalk Wächtler und Luis Santos2/2017Seite 22

Schwebende Quantentröpfchen

Bei extrem verdünnten Quantentröpfchen beruht die Oberflächenspannung auf rein quantenphysikalischen Prozessen.

1/2008Seite 69

Nobelpreisträgertagung 2008

1/2008Seite 69

Physik Journal - neue Herausgeber und Kuratoren

1/2008Seite 68

Vorläufige Tagesordnung der Sitzung des Vorstandsrats

1/2008Seite 92

Bewerberliste

Karina Morgenstern, Kristina Tschulik und Sandra Jendrzej12/2020Seite 76DPG-Mitglieder

From Interfaces to Cages – Confining Effects on Molecular Processes

730. WE-Heraeus-Seminar

6/2020Seite 61DPG-Mitglieder

Kurzprotokoll zur Vorstandsratssitzung

2/2008Seite 98

Bewerberliste

Ultrakalt magnetisiertTim Langen und Manfred J. Mark12/2018Seite 35

Ultrakalt magnetisiert

Dipolare langreichweitige Wechselwirkungen lassen sich mit ultrakalten Quantengasen gezielt untersuchen und zur Quantensimulation nutzen.

Seit zwei Jahrzehnten spielen ultrakalte Gase aus neutralen Atomen eine wichtige Rolle als Werkzeug in vielen Teilgebieten der Physik. Insbesondere können sie als Quantensimulator dienen, um komplexe Modelle aus der Festkörperphysik nachzubilden. Gase mit langreichweitigen Wechselwirkungen bieten dabei neue Einblicke und überraschende Erkenntnisse.

Ultrakalte Gase aus neutralen Atomen sind außer­ordentliche Quantensysteme – mittlerweile ist es in Experimenten möglich, einzelne Atome zu untersuchen und zu manipulieren [1]. Das eröffnet vielfältige Anwendungen in Vielteilchenphysik und nichtlinearer Physik, für Präzisionsmessungen und Materiewellen-Interferometrie [2]. Insbesondere als Quantensimulator haben ultrakalte Gase in den letzten Jahren von sich reden gemacht. Dabei bilden die präzise kontrollierbaren Quantengase ein sehr komplexes physikalisches System nach und simulieren dessen Verhalten in einem Experiment. Das gelang beispielsweise vor kurzem erstmals für das Heisenberg-Modell, das den Magnetismus in bestimmten Festkörpern beschreibt. Für große Teilchenzahlen können selbst die besten klassischen Supercomputer das Heisenberg-Modell nur näherungsweise berechnen – und das wird auf absehbare Zeit so bleiben.

Bei der Simulation ist die außerordentliche Kontrolle entscheidend, die über die Wechselwirkung zwischen den Atomen ausgeübt werden kann. Meist lässt sich die a priori komplizierte Wechselwirkung durch eine einfache Kontaktwechselwirkung beschreiben [3]. Diese ist kurzreichweitig und isotrop, sodass sich die Atome näherungsweise wie elastisch stoßende Billardkugeln verhalten (Infokasten). Die Kontaktwechselwirkung sorgt für viele faszinierende Phänomene und liegt beispielsweise der Suprafluidität von Bose-Einstein-Kondensaten und der Bildung von Cooper-Paaren in Gasen fermionischer Atome zugrunde. Allerdings beruhen viele interessante Phänomene schon in der klassischen Physik auf langreichweitigen oder anisotropen Wechselwirkungen. Beispiele sind Ferroflüssigkeiten aus magnetischen Nano­partikeln, das Verhalten von Flüssigkristallen oder die Gravitation. Auch in der Quantenmechanik vermutet man, dass solche Wechselwirkungen essenziell sind, beispielsweise für die Grundlagen des Magnetismus oder die Hochtemperatur-Supraleitung...

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Harald Gießen10/2008Seite 16

Negativ und voluminös

Neue Herstellungsverfahren ermöglichen dreidimensionale Metamaterialien, die einen negativen Brechungsindex aufweisen.

10/2008Seite 17

Schuld war nur die Bose-Nova

9/2006Seite 129

Niederschrift der Ordentlichen Mitgliederversammlung 2006

Egbert Oesterschulze9/2006Seite 135

DPG-Regionalverband Hessen-Mittelrhein-Saar

Alexander Pawlak9/2004Seite 6

Spiel der Kräfte

Rainer Scharf9/2004Seite 7

General Electric forscht in München

Rainer Scharf9/2004Seite 7

Ausbildungsoffensive für Optische Technologien

Na Liu9/2010Seite 57

Coupling games in metamaterials

Metamaterials have become one of the hottest fields of photonics since the pioneering work of John Pendry on negative refractive index, invisibility cloaking, and perfect lensing. For practical applications, three-dimensional metamaterials are required. Here, coupling effects between individual constituents play a dominant role for the optical and electronic properties. Metamaterials can offer both electric and magnetic responses at optical frequencies. Hence, electric as well as magnetic dipolar and higher-order multipolar coupling are the essential mechanisms. The intricate interplay between different coupling effects in a plasmon hybridization picture provides a hands-on tool to intuitively understand the evolution from molecule-like states to solid-state-like bands.

Rainer Scharf9/2009Seite 85

Nobel, harmonisch und verschränkt (SAMOP)

Highlights aus dem Programm der Sektion Atome, Moleküle, Quantenoptik und Plasmen (SAMOP)

Silke Ospelkaus6/2010Seite 37

Moleküle kalt gestellt

Die Möglichkeit, Atome auf immer niedrigere Temperaturen zu kühlen und dabei immer besser zu kontrollieren, hat Atomphysik und Quantenoptik revolutioniert. Doch was mit Atomen gelingt, möchten Physiker wie Chemiker auch mit Molekülen erreichen. So ist die chemische Welt nahe des absoluten Temperaturnullpunkts keineswegs erstarrt, denn aufgrund quantenmechanischer Effekte ergeben sich neue Reaktionswege. Doch die Erzeugung molekularer Gase bei solch tiefen Temperaturen erweist sich als eine große Herausforderung.

2/2011Seite 40

Personalien

Robert Steegers2/2009Seite 51

Kurzprotokoll der Sitzung des Vorstandsrats

2/2009Seite 64

Bewerberliste

2/2015Seite 42

Personalien

4/2011Seite 44

Personalien

DHV5/2015Seite 10

Ein Y für den Nachwuchs

Jahresbericht 20149/2015Seite 91

Jahresbericht 2014

Jahresbericht des Vorstands und der Geschäftsführung zu Aufgaben und Aktivitäten der DPG, aus dem Physikzentrum Bad Honnef und dem Magnus-Haus Berlin

11/2016Seite 50

Personalien

MPG5/2015Seite 10

Förderung für Doktoranden

1/2015Seite 46

Personalien

Supersolide dipolare QuantengaseAxel Pelster6/2019Seite 20

Supersolide dipolare Quantengase

Drei Experimente zeigen, dass ultrakalte Gase aus magnetischen Atomen kristallisieren und reibungsfrei fließen können.

9/2008Seite 131

Jahresbericht 2007

Ludwig Schultz und Bernd Spindler2/2008Seite 68

Kurzprotokoll der Sitzung des Vorstandsrats

9/2004Seite 129

Niederschrift der Ordentlichen Mitgliederversammlung 2004

9/2004Seite 153

Jahresbericht der DPG

2/2009Seite 55

Tagungskalender

6/2021Seite 38DPG-Mitglieder

Personalien

Einzelnen Ionen auf der SpurJohannes Hecker Denschlag3/2021Seite 24DPG-Mitglieder

Einzelnen Ionen auf der Spur

Wenn sich ein Ion durch ein Bose-Einstein-Kondensat bewegt, beeinflussen Kollisionen den Ladungstransport in dem ultrakalten Gas.

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