Physik Journal 1 / 2024

Cover

Weltklimakonferenz
150 Jahre Abbe-Theorie
Tutorials
DPG-Preise 2024

Um die globale Erwärmung zu begrenzen und die Erde zu schützen, gilt es, die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren. Das ist eines der Ziele, welche die Welt­klimakonferenzen verfolgen. (Bild: A. Hauck, K. Hirsch und ­Adobe Stock, fadi, Ncorp, ­Deemerwha studio, vgl. S. 20)


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Grußwort

Eine Plattform für den AustauschJoachim Ullrich • 1/2024 • Seite 3

Eine Plattform für den Austausch

Die DPG ist kommunikativ, international, jung und bunt!

Aktuell

Kerstin Sonnabend • 1/2024 • Seite 6 • DPG-Mitglieder

Durchbruch mit Hintertürchen

Alexander Pawlak • 1/2024 • Seite 7 • DPG-Mitglieder

Das ABC des Geomagnetismus

Maike Pfalz • 1/2024 • Seite 8 • DPG-Mitglieder

Völlig schwerelos

Maike Pfalz / KIT • 1/2024 • Seite 10 • DPG-Mitglieder

Ein lichtes Zentrum

Anja Hauck / OECD / DHV • 1/2024 • Seite 10 • DPG-Mitglieder

Versetzung gefährdet?

1/2024 • Seite 11 • DPG-Mitglieder

DFG: Neue SFBs und GRKs

Alexander Pawlak • 1/2024 • Seite 11 • DPG-Mitglieder

Hintergrundrauschen: Gott und die Physik

Kerstin Sonnabend • 1/2024 • Seite 12 • DPG-Mitglieder

Geballte Quantenexpertise

Matthias Delbrück • 1/2024 • Seite 12 • DPG-Mitglieder

Mehr Klima, weniger Fusion

Matthias Delbrück • 1/2024 • Seite 13 • DPG-Mitglieder

Physik für klimaneutrale Wirtschaft

Anja Hauck / GWK • 1/2024 • Seite 14 • DPG-Mitglieder

Angewandte Forschung wird gestärkt

Matthias Delbrück • 1/2024 • Seite 14 • DPG-Mitglieder

USA: Heliumvorräte verscherbeln? / Zur Lage der Teilchenphysik

High-Tech

Michael Vogel • 1/2024 • Seite 16 • DPG-Mitglieder

Schutz vor Neutronen / Alternative Fotolithografie / Kurze Pulse vom Chip / Bessere Schlierenbilder

Brennpunkt

Gravitativ gleichwertigMichael Doser • 1/2024 • Seite 18 • DPG-Mitglieder

Gravitativ gleichwertig

Die gravitative Wechselwirkung zwischen Materie und Antimaterie wurde erstmals direkt gemessen.

Forum

„Europa muss als treibende Kraft agieren.“Kerstin Sonnabend • 1/2024 • Seite 20

„Europa muss als treibende Kraft agieren.“

Interview mit Doris Vollmer, die für die Max-Planck-Gesellschaft an der Weltklimakonferenz 2022 im ägyptischen Scharm asch-Schaich teilgenommen hat.

Anfang Dezember fand die 28. Auflage der Weltklima­konferenz – auch bekannt als COP (Conference of Parties) – in Dubai statt. Die Max-Planck-Gesellschaft ist seit einigen Jahren regelmäßiger Gast: 2022 hatte­ sie insgesamt neun Personen entsandt, darunter Doris Vollmer vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz. Ihre Erfahrungen und eine Einschätzung der Großveranstaltung hat die Professorin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich auch bei „Scientists for Future“ engagiert, im Gespräch geteilt.

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Geschichte

Abbes AuflösungTimo Mappes und Maria Dienerowitz • 1/2024 • Seite 25 • DPG-Mitglieder

Abbes Auflösung

Vor 150 Jahren entwickelte Ernst Abbe seine Theorie der Bildentstehung im Mikroskop.

1866 konnte der damals 50-jährige Unternehmer Carl Zeiss (1816 – 1888) den gut halb so alten Ernst Abbe (1840 – 1805) für die Berechnung und reproduzierbare Herstellung von Mikroskopoptiken gewinnen. Im Dezember 1873 veröffentlichte Abbe seine empirisch belegte Theorie der Bildentstehung im Mikroskop [1], mit der er eine physikalisch begründete Grenze für die optische Leistungsfähigkeit eines Mikroskops definierte. Sie stellt bis heute einen wichtigen Referenzpunkt für die Entwicklung neuer Mikroskopieverfahren dar.

Leistungsfähige Mikroskope sind und waren für den Fortschritt der Lebenswissenschaften zwingend erforderlich. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte der Glaube vor, Infektionen würden durch schlechte Gerüche (Miasmen) übertragen. Erst als es gelang, unterschiedliche Bakterien unter dem Mikroskop zu beschreiben und mit den Infektionsgeschehen zu verknüpfen, etablierten sich hygienische Maßnahmen sowie eindeutige Dia­g­­nosen und Therapien.

Bis ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts wurden die Objektive und Okulare von Mikroskopen rein empirisch optimiert, indem geeignete Linsen durch Probieren zu Systemen kombiniert wurden. Dieses „Pröbeln“ ließ leistungsfähige Objektive entstehen, doch ihre Performanz streute stark. Noch 1870 hieß es entsprechend im Produktkatalog des führenden Herstellers von Glyzerin-Immersionsobjektiven, Ernst Gundlach (1834 – 1908) in Berlin [2]: „Besonders gut gelungene Objektive werden, soweit solche vorhanden, für entsprechend höhere Preise abgegeben.“ Die Qualität der Optiken war offenbar nur in Teilen vorhersagbar und die Kundschaft akzeptierte dies. Das Pröbeln führte zwar, wie jede gewissenhafte empirische Arbeit, zu lokalen Optima. Doch erst das umfassende physikalische Verständnis ermöglichte das Auffinden des globalen Optimums. (...)

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Lehre

Physik gemeinsam konstruierenChristian Kautz, Julie Direnga und Claudia Schäfle • 1/2024 • Seite 33 • DPG-Mitglieder

Physik gemeinsam konstruieren

Die forschungsbasierten Arbeitsblätter „Tutorials“ ermöglichen es Studierenden, typische Verständnisschwierigkeiten zu überwinden.

Dass das Verstehen komplexer Inhalte wie in der Physik nur durch die aktive eigene Auseinandersetzung mit dem Stoff gelingen kann, ist weitgehend anerkannt. Als besonders wirksam erweist sich diese Auseinandersetzung, wenn Studierende in kleinen Gruppen arbeiten und gezielt vorbereitete Tutor:innen ihre Aufmerksamkeit auf kritische Punkte lenken. Forschungsbasierte und auf ihre Wirksamkeit überprüfte Lehrmaterialien, die diese kritischen Punkte thematisieren – Tutorials –, stehen für den Hochschulbereich zur Verfügung.

Versetzen Sie sich gedanklich in die Rolle der Lehrperson in einer Physiklehrveranstaltung – sei es in einer Vorlesung oder einer Übung: Welche Aufgabe haben Sie? Was muss geschehen, damit die Studierenden ein Verständnis physikalischer Gesetzmäßigkeiten erwerben? Halten Sie möglichst ein paar Gedanken schriftlich fest. Vielleicht haben Sie notiert, dass Sie die Physik besonders gut, motivierend und anschaulich erklären oder mit klaren Herleitungen und auch beeindruckenden Experimenten das Thema darstellen möchten. Diese Aspekte sind zweifellos wichtig, aber reichen möglicherweise nicht aus.

Reflektieren Sie Ihre eigene Lernerfahrung: Wann haben Sie selbst ein physikalisches Konzept verstanden und konnten es auch auf eine zuvor noch nicht betrachtete Situation korrekt anwenden? Vermutlich dann, wenn Sie sich aktiv und konstruktiv mit dem Stoff auseinandergesetzt haben. Vielleicht haben Sie auch mit anderen diskutiert und Ihre Argumente systematisch miteinander abgeglichen. Für das Erlernen von Physik (und anderen MINT-Fächern) ist es hilfreich, Studierenden möglichst viele solcher Lerngelegenheiten zu bieten [1, 2]. Methoden hierfür sind etwa Peer Instruction oder Just-in-Time-Teaching [3, 4]. (...)

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DPG – 25 Jahre AKC

Karriere mit Kind?!Stephanie Essig, Franko Greiner, Jutta Kunz-Drolshagen und Agnes Sandner • 1/2024 • Seite 38

Karriere mit Kind?!

Lassen sich eine Karriere in der Physik und eine Familie auch für Frauen vereinbaren?

Juhu, wir bekommen ein Baby! Die Vorfreude auf den Nachwuchs ist groß. Doch häufig ist sie von Sorgen begleitet: Sind Beruf und Familie zusammen möglich? Fast jeder Mann könnte diese Frage sofort bejahen oder empfände sie vielleicht gar als abwegig. Bei Frauen ist das aber nicht so. Woran liegt das?

Erst seit 1977 dürfen Frauen in der Bundesrepublik auch ohne Einwilligung ihres Ehemannes arbeiten. Die Versorgung der Kinder wurde und wird auch heute überwiegend noch als Aufgabe der Frauen gesehen. Die Vorstellung, dass Mütter in den ers­ten Jahren bei ihren Kindern bleiben sollten, war in Westdeutschland fest etabliert. Dieses Frauenbild haben viele immer noch in den Köpfen: Doppelverdiener, Rabenmütter und Karrierefrauen gelten in diesem Zusammenhang als Schimpfworte.

In Ostdeutschland war es zunächst anders, aber die guten Betreuungsmöglichkeiten glichen sich nach der Wende schnell an das schlechtere West-Niveau an. Die Einsicht der Notwendigkeit von außerhäuslicher Kinder­betreuung setzte sich nur langsam durch. Wissenschaftlerinnen, die auch im Ausland forschten, bemerkten diesen Unterschied. Dort war die frühe außerhäusliche Kinderbetreuung eine Selbstverständlichkeit, ohne Verunglimpfung der Mütter.

Erst der Geburtenrückgang in Deutschland forderte politische Maßnahmen. Die Einführung des Elterngeldes 2007 hatte sowohl allgemeine familienpolitische als auch gleichstellungspolitische Ziele. Beide Eltern­teile sollten sich um die Betreuung ihrer Kinder kümmern können, ohne­ den Lebensstandard allzu sehr einschränken zu müssen. Die damalige Familien­ministerin Ursula von der Leyen wurde mit Spott und Häme überschüttet, als sie auch Vätern die Beteiligung an der Betreuung der Babys ermöglichen wollte. (...)

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Menschen

Alexander Pawlak • 1/2024 • Seite 41 • DPG-Mitglieder

„Den derzeitigen Modus finde ich super!“

Interview mit Sina Loriani

1/2024 • Seite 43 • DPG-Mitglieder

Personalien

Reinhard Kienberger, Alfred Laubereau, Alfred Leitenstorfer, Thomas Elsässer und Wolfgang Zinth • 1/2024 • Seite 48 • DPG-Mitglieder

Nachruf auf Wolfgang Kaiser

Physik im Alltag

Besserer Empfang hinter GlasMichael Vogel • 1/2024 • Seite 50 • DPG-Mitglieder

Besserer Empfang hinter Glas

Moderne Glasfassaden wirken sehr gut wärmedämmend, verschlechtern aber
oft den Mobilfunkempfang. Abhilfe schaffen strukturierte Wärmeschutzschichten.

DPG

1/2024 • Seite 24 • DPG-Mitglieder

Ausschreibung zu den Wahlen 2024 zum Vorstandsrat der DPG

1/2024 • Seite 31 • DPG-Mitglieder

DOPPLERS 2024

1/2024 • Seite 32 • DPG-Mitglieder

Wilhelm- und Else Heraeus-Stiftung: Ausschreibung Förderprogramme

1/2024 • Seite 37 • DPG-Mitglieder

EinsteinSlam

1/2024 • Seite 42 • DPG-Mitglieder

Physikerin der Woche

1/2024 • Seite 49 • DPG-Mitglieder

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung 2024

1/2024 • Seite 52 • DPG-Mitglieder

Ein Tag vor Ort – Laborbesichtigungsprogramm

Physik-Preise 20241/2024 • Seite 53

Physik-Preise 2024

Laudationes auf die Preisträgerinnen und Preisträger der Deutschen Physikalischen Gesellschaft

1/2024 • Seite 63 • DPG-Mitglieder

WE-Heraeus-Förderprogramm (Kommunikationsprogramm)

Julian Späthe • 1/2024 • Seite 64 • DPG-Mitglieder

jDPG erleben!

1/2024 • Seite 66 • DPG-Mitglieder

Über die Grenzen hinweg

1/2024 • Seite 66 • DPG-Mitglieder

Haushaltsplan der DPG für das Jahr 2024

1/2024 • Seite 67 • DPG-Mitglieder

Mitgliedsbeiträge 2024

1/2024 • Seite 67 • DPG-Mitglieder

Kurzprotokoll zur Vorstandsratssitzung

1/2024 • Seite 68 • DPG-Mitglieder

Wahlordnung für die Wahlen zum Vorstandsrat

Rezensionen

Derck Schlettwein • 1/2024 • Seite 70 • DPG-Mitglieder

Gunther ­Wittstock: Lehrbuch der ­Elektrochemie

Alexander Pawlak • 1/2024 • Seite 71 • DPG-Mitglieder

Harald Lesch, Cecilia Scorza-­Lesch, Arndt Latußeck: Die Entdeckung der Milchstraße

Tagungen

Reinhard Alkofer, Simon Plätzer, Willi Plessas, Denes Sexty • 1/2024 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Simulating Quantum Field Theories

795. WE-Heraeus-Seminar

Michael Klasen, Paul Newman, Christophe Royon • 1/2024 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Forward Physics and QCD at the LHC and EIC

798. WE-Heraeus-Seminar

Deung-Jang Choi, Laerte Patera, Philip Willke • 1/2024 • Seite 72 • DPG-Mitglieder

Plenty of Room at the ­Bottom – New Developments in Scanning Probe Tools

801. WE-Heraeus-Seminar

Fabian Hennig, Michael Resvoll, Valentin Stumpf • 1/2024 • Seite 73 • DPG-Mitglieder

Low-cost Schülerexperi­mente zur Quanten­technologie

DPG-Lehrkräftefortbildung

1/2024 • Seite 74 • DPG-Mitglieder

Tagungskalender

Notizen

1/2024 • Seite 75 • DPG-Mitglieder

Notizen

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