A Traveler’s Guide to the Stars

Les Johnson: A Traveler’s Guide to the Stars, ­Princeton University Press, Princeton 2022, geb., 240 S., $27,95, ISBN 9780691212371

Les Johnson

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„Die physikalischen Gesetze sperren uns wirksamer in unserem Sonnensystem ein, als es jede von Aliens errichtete Barriere könnte“, meint der Science-Fiction-Autor und studierte Luft- und Raumfahrttechniker Andreas Eschbach (im Buch Expedition ins Sternenmeer). Das Fazit des amerikanischen Physikers Les Johnson in seinem Buch lautet dagegen: „Interstellar travel is clearly possible, and making it happen will be extremely difficult – but it can be done.“

Wer wissen möchte, wie schwierig selbst eine unbemannte Reise zu den Sternen ist, der sollte zu Johnsons Buch greifen, denn dieses bietet eine kompakte und lehrreiche Perspektive auf die Herausforderungen und Möglichkeiten einer interstellaren Raumfahrt. Im Vergleich zum Stand der Schifffahrt sieht der Autor die Menschheit dabei im „Kanu-Stadium“. Als erste Test-Kanus sind die Pioneer- und Voyager-Sonden sowie New Horizons auf dem Weg in bzw. durch die interstellaren Weiten.

Was Johnsons Buch angenehm von vielen anderen Veröffentlichungen zum Thema abhebt, ist seine Fähigkeit, die enormen Dimensionen von Energie, Entfernung und Zeit nachvollziehbar und ungeschönt zu thematisieren. Dabei hilft sicher, dass er leitender Wissenschaftler der ersten interplanetaren Sonnensegel-Mission der NASA ist und Einwänden nicht aus dem Weg geht.

Damit wird klar Nur wenn man sich keinen Illusionen oder Idealisierungen hingibt, lassen sich überhaupt realistische Ideen entwickeln. Dabei lernt man etwa, dass es mit herkömmlicher Raketentechnik und einem von Hermann Oberth entwickelten Manöver möglich ist, maximal 15 Astronomische Einheiten pro Jahr zurückzulegen, grob vier Mal schneller als Voyager. In knapp 18 000 Jahren wäre man bei Alpha Centauri!

Johnson vermittelt mit seinem Buch auch Skeptiker:innen interessante Erkenntnisse, liefert fundierte Hinweise für die weitere Lektüre und widmet sich als erklärter Fan der klassischen Star-Trek-Serie zu guter Letzt ausführlich den Ideen der Science Fiction zum interstellaren Reisen.

Alexander Pawlak

10.2.2026: Die Dauer eines Fluges zu Alpha Centauri wurde von 270 000 auf 18 000 Jahre korrigiert. (AP)

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