• 1/2026 • Seite 26 • DPG-Mitglieder„Wir waren auf den Worst Case bestens vorbereitet.“
Klara Spieker arbeitet als Spacecraft Operations Engineer für die ESA-Mission HERA.
Nach einem Physikbachelorstudium an der Universität Münster wechselte Klara Anneliese Spieker für ein Masterstudium der Luft- und Raumfahrttechnik an die Königliche Technische Hochschule in Stockholm, Schweden. Anschließend absolvierte sie ein Traineeprogramm bei der ESA und begann parallel ein Physik-Masterstudium an der TU München. Dieses führt sie nun neben ihrer Arbeit als HERA Spacecraft Operations Engineer bei LSE Space zu Ende.
Woher kommt Ihr Fokus auf die Luft- und Raumfahrttechnik?
Schon in meiner Schulzeit war ich mit meinem Vater auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin und fand die Themen dort sehr spannend. Während des Physikstudiums habe ich verschiedene Praktika in diesem Bereich absolviert.
Bei welchen Firmen?
Zum Beispiel bei der Ariane Group, die die Trägerraketen für Europa herstellt, oder bei Rockwell Collins in Heidelberg, einem Luft- und Raumfahrtunternehmen, das etwa Kommunikations-, Kontroll- und Navigationssysteme für die Luftfahrt fertigt. Bei der Ariane Group in München habe ich auch meine Masterarbeit geschrieben.
Danach sind Sie zweigleisig gefahren – wie kam es dazu?
Während meines Masters habe ich gemerkt, dass ich wieder näher an die Physik heranrücken und Dinge bis ins kleinste Detail analysieren wollte. Deswegen habe ich mich für einen Masterstudiengang Physik eingeschrieben.
Aber auch ein Trainee-Programm begonnen?
Genau. Ich habe mich parallel für das Young Graduate Trainee-Programm bei der ESA beworben, aber dort gibt es sehr viele Bewerbungen auf sehr wenige Positionen, aber ich hatte Glück, von der ESA genommen zu werden.
Schafft man beides parallel?
Mein Supervisor hat mich sehr unterstützt, und Veranstaltungen fanden teilweise online statt, sodass ich tatsächlich einiges parallel absolvieren konnte. Aber die Masterarbeit konnte ich nicht nebenbei erledigen. Dazu bin ich aktuell an der Universität Kiel in der Gruppe für Extraterrestrische Physik und beschäftige mich mit Heliosphärenphysik, was Raumfahrt und Physik perfekt verbindet. (...)






















































