26.08.2008

Deutsche Autobauer müssen beim Klimaschutz aufholen

Beim Klimaschutz schneiden deutsche Autobauer einer neuen Studie zufolge im europäischen Vergleich schlecht ab.

Brüssel (dpa) - Beim Klimaschutz schneiden deutsche Autobauer einer neuen Studie zufolge im europäischen Vergleich schlecht ab. Der Europäische Verband für Verkehr und Umwelt (T&E) attestierte den drei größten deutschen Herstellern VW, Daimler und BMW zwar, den Ausstoß klimaschädlicher Abgase ihrer Neuwagen 2007 durchschnittlich um 3,2 Prozent unter die Werte des Vorjahres gesenkt zu haben. Die Flotten der drei Konzerne lägen mit einem Ausstoß von 163 bis 181 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer im Schnitt aber rund zehn Gramm über dem EU-Mittelwert, heißt es in der am Montag in Brüssel vorgelegten Untersuchung des Verbandes T&E.

Nach EU-Plänen sollen die Hersteller die Motoren ihrer Neuwagen so anpassen, dass diese im Jahr 2012 nicht mehr als auf 130 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Verbandspräsident Jos Dings warf den deutschen Autobauern vor, zu wenig für die Einhaltung der Klimaschutzziele in der EU zu tun. «Wir sehen zwar erste Anzeichen für einen Wandel - das ist aber noch nicht genug.» Derzeit landeten VW, Daimler und BMW mit einem Abstand von 19 bis 24 Prozent zum geplanten EU-Grenzwert auf den hinteren Plätzen auf dem europäischen Markt. Der durchschnittliche Abstand betrage 17 Prozent.

Dings warnte davor, die bestehenden Pläne zur Senkung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen in der EU aufzuweichen. Zugleich kritisierte er eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich vom Juni, wonach die Pläne zur CO2-Senkung zunächst nur stufenweise alle Fahrzeuge einbeziehen sollen. Effektiv seien dann zunächst nur die saubersten Autos einer Flotte von den Klimaschutzregeln betroffen, sagte Dings. «Das wäre so, als würde ein Rauchverbot zuerst nur für Nichtraucher gelten», meinte der Verbandschef.

Dings kritisierte zudem, dass die geplanten Grenzwerte je nach durchschnittlichem Gewicht der Autos unterschiedlich ausfallen sollen. Dadurch erhielten Hersteller von großen Limousinen leichtere Vorgaben, während Kleinwagenbauer bestraft würden, sagte Dings. Er forderte einen einheitlichen Grenzwert für alle Hersteller ohne Rücksicht auf die verschiedenen Autoklassen.

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