Fünf Aufsteiger in die Exzellenzliga
Zu den bestehenden zehn Exzellenzstandorten kommen ab Januar 2027 fünf hinzu.
Maike Pfalz / DFG
In der zweiten Wettbewerbsrunde der Exzellenzstrategie sind am vergangenen Freitag die letzten Entscheidungen gefallen: Aus elf antragstellenden Universitäten und Universitätsverbünden hat eine Kommission aus Wissenschaft und Politik fünf neue Exzellenzstandorte für eine dauerhafte Förderung ausgewählt. Damit ist die maximale Anzahl von 15 Exzellenzstandorten erreicht.
Nach Bekanntgabe der neuen Exzellenzcluster im Mai 2025 war klar, dass zehn der elf geförderten Exzellenzstandorte die notwendige Anzahl von zwei Exzellenzclustern (bzw. drei beim Exzellenzverbund) erreicht haben, die Universität Konstanz war allerdings nur mit einem Exzellenzcluster erfolgreich und scheidet somit zum 1. Januar 2027 aus der Förderung aus. Die zehn bisherigen Standorte – die RWTH Aachen, der Verbund Berlin, die Universitäten Bonn, Hamburg, Heidelberg, München und Tübingen, die Technischen Universitäten Dresden und München sowie das Karlsruher Institut für Technologie – sowie 15 weitere Standorte waren berechtigt, sich für die Förderlinie Exzellenzuniversitäten zu bewerben.
Bereits im März war die Förderung für die zehn bestehenden Einrichtungen verlängert worden, nun ist die Entscheidung gefallen, die Universitäten Freiburg, Jena und Köln sowie als Verbünde die Rhein-Main-Universitäten (TU Darmstadt, U Frankfurt / Main und U Mainz) sowie Ruhr Innovation Lab (U Bochum und TU Dortmund) neu in die Förderung aufzunehmen.

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats Wolfgang Wick unterstrich die weitreichenden Wirkungen des Wettbewerbs: „Spitzenforschung braucht die ganze Universität – von der Lehre über den Transfer bis zu den Karrierewegen. Wer international an der Spitze mitwirken will, muss das heute zusammendenken.“ Der Wettbewerb habe eine Dynamik erzeugt und internationale Strahlkraft gebracht, die weit über die ausgewählten Standorte hinauswirke. „Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben. Dafür werden wir die Wirkungen gründlich evaluieren und das Programm konsequent weiterentwickeln.“
Ab 1. Januar 2027 erhalten die 15 Exzellenzstandorte insgesamt 208 Millionen Euro jährlich. Da nun die maximale Anzahl an Förderfällen erreicht ist und nahezu alle Universitäten und Verbünde die möglichen Höchstsummen beantragt haben – bis zu 15 Millionen Euro jährlich für Universitäten bzw. bis zu 28 Millionen für Verbünde –, ist für alle Standorte eine Anpassung der beantragten Fördersumme um etwa 21 Prozent in den nächsten sieben Jahren notwendig.
Nachdem in der zweiten Wettbewerbsrunde nun die letzten Entscheidungen gefallen sind, richtet sich der Blick auf die Weiterentwicklung der Exzellenzstrategie, die als dauerhaftes Förderprogramm angelegt ist. Das „Committee of Experts“ wird der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) im Juni 2027 einen Erfahrungsbericht zu beiden Förderlinien des Programms – den Exzellenzclustern und den Exzellenzuniversitäten – vorlegen.
Dazu steht das Gremium im Austausch mit vielen Akteurinnen und Akteuren des Programms, etwa den geförderten Institutionen, und reflektiert die Wirkung der Exzellenzstrategie. Insbesondere geht es um die Frage, welche Effekte dieses Programm bislang auf den Wissenschaftsstandort Deutschland erzielt hat. Darauf aufbauend wird das Gremium Empfehlungen erarbeiten, wie Exzellenzcluster und -universitäten ihre Wirkung noch gezielter entfalten können.
Denn mit der Exzellenzstrategie verfolgt die Bundesregierung ein klares Ziel, wie Bundesforschungsministerin Dorothee Bär bekräftigte: „Wir wollen neues Wirtschaftswachstum und neuen Wohlstand für Deutschland schaffen. Dafür brauchen wir starke Universitäten, die international sichtbar sind und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern exzellente Bedingungen bieten. Die Exzellenzstrategie leistet dazu einen zentralen Beitrag.”














