Exzellente Standorte

Zehn der aktuell geförderten Einrichtungen der Exzellenzstrategie behalten ihren Exzellenzstatus.

Maike Pfalz

Derzeit dürfen sich in Deutschland zehn Universitäten und ein Universitätsverbund mit dem Titel „Exzellenzuniversität“ schmücken. Mit der Auswahl der Exzellenzcluster im Mai 2025 war die Vorentscheidung über eine mögliche weitere Förderung getroffen, denn einer der Standorte hatte nicht die erforderliche Anzahl an Exzellenzclustern eingeworben und durfte sich daher nicht um den Erhalt dieses Titels bewerben. Die anderen zehn Standorte stellten sich der Bewertung und wurden sämtlich positiv evaluiert – dies gab der Wissenschaftsrat am gestrigen Abend bekannt. 

Somit werden ab dem 1. Januar 2027 folgende Einrichtungen für weitere sieben Jahre gefördert: die RWTH Aachen, die Universitäten Bonn, Hamburg, Heidelberg und Tübingen sowie die Technischen Universitäten Dresden und München, die LMU München, das Karlsruher Institut für Technologie sowie die Berlin University Alliance als Verbund von FH, HU und TU Berlin. 

Die Landkarte zeigt die ausgewählten Exzellenzstandorte, die ab Januar 2027...
Die Landkarte zeigt die ausgewählten Exzellenzstandorte, die ab Januar 2027 weitere sieben Jahre gefördert werden.
Quelle: Wissenschaftsrat

Diese Entscheidung fiel gestern Abend auf Grundlage der Bewertung eines international besetzten Committee of Experts. Das Komitee würdigte die Erfolge der bisherigen Förderung, die seitens der Exzellenzstandorte als Impuls für Qualitätssicherung und Weiterentwicklung genutzt wurden. Die geförderten Einrichtungen hätten die gesamtuniversitäre Exzellenzförderung als Hebel für institutionellen Wandel und zur strategischen Priorisierung genutzt. Insgesamt wurden eine größere internationale Sichtbarkeit, eine erfolgreiche Bestenauslese aus dem globalen Talentpool, ein Anstieg renommierter internationaler Grants und starke nationale und internationale Partnerschaften erreicht, so das Fazit des Committee of Experts.

Exzellenzstrategie

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Als vorbildlich würdigte das Komitee auch die zunehmend interdisziplinäre Organisation von Forschung sowie die Einbindung junger Forschender, die früh Verantwortung übernehmen, neue Ideen einbringen und damit die Erneuerungsfähigkeit der Institutionen stärken. Das Committee of Experts ist überzeugt, dass die forschungsstarken Standorte auch die künftige Förderung nutzen werden, um ihre strategischen Ziele konsequent weiter zu verfolgen und die Empfehlungen der internationalen Gutachtenden konstruktiv umzusetzen. Die Förderlinie der Exzellenzuniversitäten schaffe in Verbindung mit regelmäßigen Evaluationen einen verlässlichen und zugleich qualitätsgesicherten Rahmen. Dieser langfristige Ansatz gibt den Exzellenzstandorten die Planungssicherheit, um nachhaltige Strukturen zu entwickeln und auf institutioneller Ebene international wettbewerbsfähig und erneuerungsfähig zu bleiben.

Zu den gestrigen Entscheidungen erklärte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär: „Die Exzellenzuniversitäten sind Leuchttürme der Spitzenforschung in Deutschland, das belegen die Evaluationsergebnisse. Sie sind und bleiben Aushängeschilder unseres Wissenschaftsstandorts und haben häufig Modellcharakter für andere Hochschulen.“ 

Die bisherigen elf Exzellenzstandorte erhielten in der ersten Förderphase 148 Millionen Euro pro Jahr. Künftig stehen zusätzlich bis zu 60 Millionen Euro für maximal insgesamt 15 Exzellenzstandorte zur Verfügung. Mit den gestrigen Entscheidungen steht fest, dass noch fünf weitere Standorte für den Zeitraum 2027 bis 2033 eine Förderung als Exzellenzuniversität erhalten können. Die Entscheidung darüber fällt im Oktober.

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