Heike Riel ist neue Präsidentin der DPG
Am 1. April 2026 übernimmt die Physikerin Heike Riel von IBM Zürich die Präsidentschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für die Amtszeit von 2026 bis 2028.
Mit dem Leitmotiv „Fortschritt entsteht aus Mut, Grenzen zu überschreiten“ startet die neue DPG-Präsidentin Heike Riel in ihre Amtszeit, die am 1. April beginnt. Ihr Ziel ist es, die Physik nachhaltig zu stärken und sichtbar zu machen.
Seit der Gründung der DPG im Jahr 1845 ist sie erst die zweite Frau an der Spitze der DPG – nach Johanna Stachel, die von 2012 bis 2014 an der Spitze der DPG stand. Heike Riel folgt auf Klaus Richter, der gemäß Satzung der DPG nicht wiedergewählt werden kann und turnusmäßig das Amt des Vizepräsidenten übernimmt. Der bisherige Vizepräsident Joachim Ullrich scheidet, ebenfalls turnusmäßig, aus dem Vorstand der DPG aus.

Heike Riel möchte sich in Ihrer Präsidentschaft vor allem folgenden Themen widmen:
- Der Stärkung der Physik in ihrer gesamten Breite – sowohl der Grundlagenforschung als auch der angewandten Physik. Beide seien gleichwertige Pfeiler wissenschaftlicher Exzellenz und unverzichtbar für industrielle Innovation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und den technologischen Vorsprung.
- Der Förderung des wissenschaftlichen und internationalen Austausches sowie der kreativen Kommunikation für eine größere Sichtbarkeit und Wertschätzung der Physik in der Öffentlichkeit.
- Zudem möchte sich Heike Riel besonders für die Gewinnung junger Menschen für die Physik einsetzen – bereits in der Schule soll Begeisterung und Faszination für physikalische Themen geweckt werden.
Heike Riel möchte dazu auch den „Spirit“ des im Februar 2026 in Ghana zu Ende gegangenen Internationalen Quantenjahres nutzen: „Die Erfahrungen aus dem Quantenjahr und die dort entstandenen vielfältigen Ideen für Aktivitäten müssen wir als DPG nutzen, um noch mehr junge Menschen zu erreichen und für die Physik zu begeistern.
Auch das von der DPG und der Universität Ulm organisierte bundesweite German Young Physicists’ Tournament ist ein sehr erfolgreiches Beispiel, das zeigt, wie schon Schülerinnen und Schüler für physikalische Fragestellungen und Forschungsarbeit begeistert werden können.
Die Gewinnung von wissenschaftlichem Nachwuchs, insbesondere auch dem weiblichen, ist entscheidend für die Zukunft unserer Gesellschaft, der Physik und der DPG!“, sagt Heike Riel. Sie fordert mehr Begeisterung, Sichtbarkeit und Wertschätzung für Physik in der Gesellschaft – durch bessere Kommunikation, und gezielte Nachwuchsförderung. „Wir brauchen starke Vorbilder für die Physik“, lautet ihr Appell.
Zudem wird sie sich im Hinblick auf die große Bedeutung von physikalischen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung und dem damit verbundenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Innovationspotenzial für einen stärkeren Austausch und Dialog zwischen akademischer Forschung und Industrie einsetzen.
Eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der Industrie, kann Wissen schneller in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen überführen. Dies umfasst insbesondere Zukunftsfelder wie Quantentechnologien und Künstliche Intelligenz, die Computing grundlegend verändern und neue disruptive Möglichkeiten eröffnen. Dies erfordert auch eine kontinuierliche Weiterbildung, für die die DPG Akademie zentrale Impulse setzen soll. Denn im Zeitalter schneller technologischer Umbrüche bleibt lebenslanges Lernen unabdingbar. Hierbei spielen unter anderem, die in der DPG organisierten Industriephysiker:innen, eine wichtige Rolle.
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