Heidelberger „Flamingos” sind erneut bestes Theorie-Team
Drei der fünf besten DOPPLERS-Mannschaften fahren zum internationalen Wettbewerb PLANCKS in den Niederlanden.
Bei DOPPLERS, dem bundesweiten Wettbewerb in theoretischer Physik, teilten 115 Studierende in Osnabrück ihre Begeisterung für die Physik und Rätsel miteinander. Die fünf besten Teams stehen nun fest und drei von ihnen vertreten Deutschland beim internationalen Wettbewerb Physics League Across Numerous Countries for Kick-ass Students (PLANCKS), der vom 21. bis zum 25. Mai in Eindhoven stattfindet.

DOPPLERS; das ist die „Deutsche Olympiade im Physik-Probleme-Lösen Eifrig Rätselnder Studierender“. Jedes Jahr treffen sich Ende März – meistens am Wochenende der Zeitumstellung, wie Teilnehmende immer wieder ernüchtert feststellen – bis zu 120 theoriebegeisterte Studierende um am Samstagvormittag in Dreier- oder Viererteams eine vierstündige Klausur zu schreiben. Dazu gibt es immer ein Rahmenprogramm aus Vorträgen und Laborführungen und dieses Mal auch einen Meme- und einen Entscheidungsfindungsworkshop.
DOPPLERS ist gleichzeitig auch der nationale Vorentscheid für den internationalen Wettbewerb PLANCKS. Drei Teams werden vom 21. bis zum 25. Mai Deutschland bei PLANCKS in Eindhoven repräsentieren. Veranstaltet wird DOPPLERS von der DPG und wechselnden gastgebenden Universitäten.
Bevor am Samstagvormittag die Wettbewerbsklausur geschrieben wurde, gab es am Freitag nach der Begrüßung Labortouren bei den Experimentalphysik-Gruppen des Instituts für Physik der Universität Osnabrück. Daneben gab es einen Workshop zu Entscheidungsfindung und einen Meme-Workshop.
Memes waren schon bei der Bewerbung von DOPPLERS intensiv genutzt worden, da im Zuge der kurzen Zeit zum Organisieren, der Anmeldezeitraum auch entsprechend kurz war. So wurde von Hanna, eine der Hauptorganisator:innen, über den etwa zwei-monatigen Anmeldezeitraum fast täglich ein neues Meme zu DOPPLERS in der jDPG-internen Chat-Plattform gepostet.
Am Samstagvormittag ging es dann voll und ganz um die Fähigkeiten in theoretischer Physik der Teilnehmenden. In den Aufgaben wurde dann unter anderem die perfekte Form von Achterbahnen berechnet und die Physik des Schaukelns erkundet. Daneben wurde noch das Lorentz-Profil und die Quarzkristall-Mikrowaage mit ein paar Aufgaben bedacht. Die Quantenphysik kam mit Aufgaben zu Quanten-Energieteleportation, Kommunikation durch ein schwarzes Loch nicht zu kurz. Und auch alle, die sich jemals gefragt hatten, ob wir in einem riesigen Supraleiter leben, konnten sich diese Frage endlich beantworten.
Nach der Klausur gab es dann einen Vortrag zu „Quantum Gravity and the Problem of Time“ von Claus Kiefer von der Uni Köln. Am Sonntagmorgen gab es einen weiteren Vortrag von Cora Uhlemann mit dem Titel „The Skeleton of our Universe”. Vor der Siegerehrung zeigte die Jury ein paar Statistiken zur diesjährigen Bewertung der Klausur und rechnete nochmal eine Aufgabe, bei der größere Schwierigkeiten aufgetreten waren. Auch die Hauptorganisator:innen Florian Steinbach und Hanna Laguta wurden für die DOPPLERS-Organisation in Rekordzeit positiv hervorgehoben, bevor die Sieger:innen des Wettbewerbs bekannt gegeben wurden.
„Die Flamingos” bestehend aus Jakob Lensch, Dinah Grun, Tom Zwick und Paul Obernolte von der Uni Heidelberg konnten ihren ersten Platz aus 2025 erfolgreich verteidigen. Der zweite Platz ging an „Ruprechts Knechte” bestehend aus David Barth, Nicolai Vollbrecht, Esra Grathoff und Matthias Lotze aus Cambridge, Heidelberg und Zürich. Der dritte Platz ging an die “Dresdener Brückenbauer” bestehend aus Kai Diegel, Pierre Naguib, Pauline Lenz und Johannes Marschall von der TU Dresden. Da „Ruprechts Knechte” nicht die Bedingungen für die Weiterleitung zu PLANCKS erfüllen, wird das viertplazierte Team „Die Spinner” bestehend aus Damian Gleis, Vojtěch Votruba, Lutz Leimenstoll und Arik Küster von der Uni Heidelberg das dritte deutsche Team bei PLANCKS sein.













