14.04.2026

Frühjahrstagungen und Auszeichnungen für den Nachwuchs

Ins­ge­samt be­such­ten fast 8.800 Teil­neh­men­de aus drei­ßig Län­dern die DPG-Früh­jahrs­ta­gung­en.

In diesem Jahr fanden die drei DPG-Frühjahrstagungen in Mainz, Dresden und Erlangen statt. Der internationale wissenschaftliche Austausch über das breite Themenspektrum reichte von grundlegenden Phänomenen der Teilchenphysik, Gravitation und Astrophysik, neuartigen Materialien und überraschenden Phänomenen auf kleinster Skala über gesellschaftlich relevante Themen des Klimawandels, der Energiewende, des World Wide Web und der Künstlichen Intelligenz in der Physik oder die Verantwortung der Wissenschaft. Das Programm der Tagungen umfasste insgesamt 7.582 wissenschaftliche Beiträge.

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DPG / Jürgen Lösel
Bei den DPG-Frühjahrstagungen stand der wissenschaftliche Austausch unter Nachwuchswissenschaflter:innen im Mittelpunkt.
Quelle: DPG / Jürgen Lösel

Im Rahmen der Frühjahrstagungen in Mainz, Erlangen und Dresden wurden auch die Dissertationspreise der DPG-Sektionen verliehen. Die Preisträgerinnen und -träger wurden für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten und deren exzellente Darstellung jeweils im Rahmen eines Symposiums ausgezeichnet.

Der Dissertationspreis der Sektion Atome, Moleküle, Quantenoptik und Photonik der DPG (SAMOP) wurde in Mainz an Dr. Nikolas Liebster vom Kirchhoff-Institut für Physik der Universität Heidelberg für seinen Vortrag und Dissertation über die „Patterns and supersolid like sound modes in driven superfluids“ verliehen. „Die Vielfältigkeit der Physik spiegelte sich insbesondere in der begeisterten Teilnahme gerade der zahlreichen jungen Physikerinnen und Physiker wider“, betont der Sprecher der Sektion Gereon Niedner-Schatteburg, „so auch beim Dissertationspreissymposium, auf dem die vier ausgesuchten Finalisten die spannenden Themen ihrer Dissertationen fesselnd vorgetragen haben und mit tosendem Applaus gefeiert wurden.“

Die Sprecherin der Sektion Kondensierte Materie (SKM) Sarah Köster erläutert: „Der SKM-Dis­ser­ta­tions­preis wird für besonders herausragende Promotionsarbeiten vergeben und wir sind jedes Jahr wieder beeindruckt von der wissenschaftlichen Qualität der Arbeiten und dem Präsentationstalent der jungen Kolleg:innen.“ Den Preis erhielten Dr. Valentin Leeb von der Universität Zürich und der TU München für seine Dissertation mit dem Titel „Anomalous Quantum Oscillations beyond Onsager’s Fermi Surface Paradigm“ und Dr. Eva Schöll von der Johannes Kepler Universität, Linz für ihre Dissertation mit dem Titel „Coherent Control Schemes for Semiconductor Quantum Systems“.

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Der Dissertationspreis der Sektion Materie und Kosmos (SMuK) wurde auf der DPG-Frühjahrstagung in Erlangen an Dr. Guy Leckenby, vom LP2i Bordeaux, France verliehen. Er erhielt den Preis für seine Dissertation mit dem Titel „Exotic Decay Measurements at the Experimental Storage Ring for Neutron Capture Processes“ Schwerpunkt seiner Arbeit ist die genaue Bestimmung der Halbwertszeit des gebundenen Beta-Zerfalls von vollständig ionisierten 205Tl81+-Ionen. „Dieses experimentelle Ergebnis ermöglicht eine mehr als zehnmal genauere Berechnung astrophysikalischer Zerfallsraten. Dieser Durchbruch hat direkte Auswirkungen auf das Verständnis der Entstehung unseres Sonnensystems und löst eine langjährige Diskrepanz zwischen theoretischen Vorhersagen und Beobachtungen auf.“, so Claus Lämmerzahl, Vorsitzender des Preiskomitees und DPG-Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit.

Die Dissertationspreise bestehen aus einem Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro sowie einem Reisestipendium in Höhe von 500 Euro für jede:n Finalist:in.

Ein besonderes Merkmal der DPG-Frühjahrstagungen ist die Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Rahmen des Gastlandprogramms. So nahm an der Jahrestagung in Mainz Österreich als Gastland teil. Gemeinsam wurde das Symposium „Selected highlights of AMOP in Austria“ durchgeführt. In Dresden gab Frankreich als Gastland den Teilnehmenden im Symposium „Soft, Active and Alive: Emergent Properties in Living Matter“ Einblicke in seine Forschungslandschaft. „Wir freuen uns ganz besonders über die enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit unseren direkten Nachbarn in Frankreich. Die Tagung bot eine Vielzahl von Gelegenheiten, um mit französischen Wissenschaftler:innen in Austausch zu kommen, welche von den Teilnehmer:innen gerne wahrgenommen wurden”, erklärt Sarah Köster. [DPG / dre]

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