30.01.2007

Jenoptik besser als erwartet

Für den geschrumpften Jenoptik-Konzern ist 2006 besser gelaufen als erwartet. Das Betriebsergebnis ohne Holdingkosten lag mit 42 bis 44 Millionen Euro im oberen Bereich der Prognose.

Jenoptik besser als erwartet

Jena (dpa) - Für den geschrumpften Jenoptik-Konzern ist 2006 besser gelaufen als erwartet. «Wir haben viele Probleme gelöst, gleichzeitig ist das Stammgeschäft kräftig gewachsen», sagte Vorstandschef Alexander von Witzleben am Montag bei der Vorlage erster Geschäftszahlen. Beim Umsatz habe das Unternehmen, das sich nach der Trennung vom milliardenschweren Geschäft mit Fabrik-Bauten nur noch auf Laser, Optik, Sensoren und Mechatronik konzentriert, ein Plus von knapp 20 Prozent auf 480 bis 490 Millionen Euro verbucht. Das Betriebsergebnis ohne Holdingkosten lag mit 42 bis 44 Millionen Euro im oberen Bereich der Prognose. Die Börse reagierte mit einem Kursaufschlag von zeitweise 4,5 Prozent auf 8,10 Euro.

Jenoptik profitiert von der starken Nachfrage nach Optoelektronik und rechnet 2007 mit einem Umsatzsatzwachstum von zehn Prozent. Die Erlöse sollen die Marke von einer halben Milliarde Euro deutlich übersteigen, sagte von Witzleben. Gleichzeitig will er die Verschuldung verringern und die Profiabilität des Optik-Konzerns verbessern. «Es geht nicht um Wachstum um jeden Preis.» Jenoptik, einer der wenigen ostdeutschen Vertreter im Auswahlindex TecDAX, beschäftigt derzeit 3200 Mitarbeiter. Am Jahresende sollen es bis zu 3400 sein.

Der Konzernchef bezeichnete das Jahr 2006 als Zäsur für Jenoptik. Er nannte den Verkauf der größten Tochtergesellschaft M+W Zander Holding AG (Stuttgart) mit 7200 Beschäftigten, den weiteren Rückzug bei der Beteiligungsgesellschaft DEWB AG (Jena) auf gut zehn Prozent der Anteile sowie den gewonnenen Rechtsstreit mit DEWB-Aktionären um Abfindungen in Millionenhöhe.

Nach den vorläufigen Zahlen hat Jenoptik 2006 einen Gewinn nach Steuern von 10 bis 15 Millionen Euro erwirtschaftet. Wegen hoher Abschreibungen im Zusammenhang mit dem M+W-Verkauf an eine Investmentgesellschaft stand 2005 noch ein Minus von 69 Millionen Euro in den Büchern. Als nächstes Etappenziel nannte der Vorstandsvorsitzende einen Konzernumsatz von einer Milliarde Euro. Er soll auch mit weiteren Firmenkäufen erreicht werden. Wann Jenoptik wieder eine Dividende an seine Aktionäre zahlt, ließ er offen.

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