13.12.2007

Kritik an geplanter Nationalakademie

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaft hat die Annette Schavans Initiative kritisiert, die Leopoldina in Halle zur Nationalakademie der Wissenschaften für Deutschland zu ernennen.

Bonn (dpa) - Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaft hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) kritisiert. Anlass ist deren Initiative, die Leopoldina in Halle zur Nationalakademie der Wissenschaften für Deutschland zu ernennen. Schavans Erklärung, der Leopoldina diese Aufgabe übertragen zu wollen, stelle eine Brüskierung aller am Verhandlungsprozess beteiligten Wissenschaftsinstitutionen dar, hieß es in einer Erklärung der Akademienunion, die am Mittwoch in Bonn veröffentlicht wurde. Die Union, der die acht deutschen Akademien der Wissenschaft angehören, erklärte zugleich ihre Bereitschaft an einer Lösung des Problems mitzuarbeiten.

Der Wissenschaftsrat habe in seiner Empfehlung zur Nationalakademie ausdrücklich erklärt, keine der bestehenden Akademien sei geeignet, die Rolle einer Nationalakademie zu übernehmen, hieß es in dem Papier weiter. Wenn dies nicht mehr gelte, habe vor allem der Wissenschaftsrat ein Anrecht darauf, zu erfahren, warum das so sei.

Weder die Ingenieur- noch die Geistes- und Sozialwissenschaften seien in der Leopoldina angemessen vertreten. Daher begrüße die Akademienunion die Absicht, die Ingenieurwissenschaften durch die Beteiligung der acatech einzubeziehen. Begrüßt wurde auch die Aufforderung zur Mitarbeit an die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Mitglied der Akademienunion ist. Die Union kündigte für die kommenden Wochen konkrete Vorschläge an. Es müsse eine Lösung gefunden werden, die es ermögliche, das gesamte Wissen und das Potenzial aller in der Union vertretenen Akademien zu repräsentieren und deren Gewicht in die neue Organisation einzubringen.

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