04.08.2008

Linde sieht sich weiter auf Wachstumskurs

Der Industriegase-Konzern Linde sieht sich nach überraschend guten Halbjahreszahlen weiterhin auf Wachstumskurs.

München (dpa) - Der Industriegase-Konzern Linde sieht sich nach überraschend guten Halbjahreszahlen weiterhin auf Wachstumskurs. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis (EBITDA) konnten die Münchener dank ihres robusten Gasegeschäfts deutlich steigern. «Das internationale Gase- und Anlagenbaugeschäft läuft weiterhin stabil, wir haben allen Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken», sagte Unternehmenschef Wolfgang Reitzle am Freitag in München. Die kurz- und mittelfristigen Ziele bekräftigte Reitzle noch einmal.

Danach will Linde im laufenden Jahr erneut den Umsatz steigern und das Ergebnis überproportional verbessern. 2007 hatte der Umsatz 12,306 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2,424 Milliarden Euro betragen. Für das Geschäftsjahr 2010 peilt Linde weiterhin ein operatives Konzernergebnis von mehr als drei Milliarden Euro an.

Von Januar bis Juni kletterte das operative Konzernergebnis (EBITDA) um 8,6 Prozent auf 1,258 (Vorjahr: 1,158) Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) ging hingegen von 896 Millionen Euro im Vorjahr auf 544 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr waren in dem Vorsteuerergebnis Sondereffekte wie ein Buchgewinn in Höhe von 574 Millionen aus dem Verkauf von Unternehmensteilen enthalten.

Unter dem Strich verdiente Linde 402 (Vorjahr: 614) Millionen Euro. Linde setzte von Januar bis Juni mit 6,256 (Vorjahr: 5,888) Milliarden Euro 6,3 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Ohne die Effekte des starken Euro hätte der Anstieg 12,9 Prozent betragen. Wachsen konnte Linde sowohl im Kerngeschäft Gase als auch im Anlagenbau. Bei Gasen setze Linde 4,709 (Vorjahr: 4,553) Milliarden Euro um. Der operative Gewinn verbesserte sich auf 1,194 (Vorjahr: 1,125) Milliarden Euro. Dabei profitierte Linde vor allem von einer starken Nachfrage aus Asien und Europa.

Im Anlagenbau kletterte der Umsatz um 24,4 Prozent auf 1,411 (Vorjahr: 1,134) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg von 98 Millionen auf 126 Millionen Euro. Zum Zuwachs beigetragen habe vor allem eine hohe Nachfrage in den wichtigen Produktsegmenten Erdgas-, Ethylen-, Wasserstoff- und Luftzerlegungsanlagen.

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