11.08.2008

Perseïden flammen am Nachthimmel auf

In der Nacht zum Dienstag  - zum Maximum des alljährlichen Perseïdenschauers - rechnen Astronomen mit rund 100 Meteoren pro Stunde.

Perseïden flammen am Nachthimmel auf

Heppenheim (dpa) - In der Nacht zum Dienstag sollen Hunderte Sternschnuppen am Himmel aufflammen. Zum Maximum des alljährlichen Perseïdenschauers rechnen Astronomen mit rund 100 Meteoren pro Stunde. Ungeübte Beobachter würden allerdings sicher nur etwa 30 Sternschnuppen pro Stunde sehen, teilte die Vereinigung der Sternfreunde im hessischen Heppenheim mit. Die beste Beobachtungszeit liegt nach Mitternacht. Dann ist auch der helle, zunehmende Mond untergegangen, dessen Licht sonst die Beobachtung stört. Natürlich könnte auch noch das Wetter einen Strich durch Rechnung machen. Meteorologen sagen für die Nacht zum Dienstag zunehmende Regenschauer voraus. Der Himmel wird vielerorts bedeckt sein.

Ihren Namen leiten die Perseïden vom Sternbild Perseus ab, dem die Sternschnuppen zu entströmen scheinen. Sie können jedoch am gesamten Himmel auftauchen, wie die Sternfreunde erläuterten. Mit rund 215 000 Kilometern pro Stunde seien die Perseïden recht schnelle Meteore. Besondere Beobachtungsgeräte seien nicht nötig - warme Kleidung, ein bequemer Sitz und natürlich ein wolkenfreier Himmel reichten aus.

Die Perseïden sind ein jährlich wiederkehrender Sternschnuppenstrom, der auf den Kometen Swift-Tuttle zurückgeht. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn in jedem August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen rasen dabei mit hoher Geschwindigkeit in die Atmosphäre und bringen die Luftmoleküle zum Leuchten. Die Sternschnuppe ist daher nicht das verglühende Staubkorn selbst, sondern besteht aus «heißer Luft», wie die Sternfreunde erläuterten.

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