Physik-App „Phyphox“ gewinnt RWTH Sonderlehrpreis
Mehrfach prämierte Smartphone-App für die andauernde Weiterentwicklung ausgezeichnet.
Die App Phyphox („physical phone experiments“) verwandelt Smartphones in vielseitige Messinstrumente, etwa um die Geschwindigkeit eines Aufzugs oder die Beschleunigungen auf einer Achterbahn zu messen, und eröffnet damit vielfältige Möglichkeiten für naturwissenschaftliche Experimente. Nun zeichnete das Rektorat die App mit dem Sonderlehrpreis der RWTH aus. Entwickelt wurde die Anwendung von einem Team um die Experimentalphysikerinnen und ‑physiker Christoph Stampfer, Sebastian Staacks, Heidrun Heinke und Dominik Dorsel.


Phyphox kommt an Schulen, Hochschulen und auch im Alltag zum Einsatz. Die App greift auf die geräteinternen Licht- Bewegungs- oder Magnet-Sensoren zu und bietet die Möglichkeit, die gesammelten Daten zu verarbeiten und grafisch darzustellen.
Sie ist kosten- und werbefrei für Android und iOS verfügbar und wird seit 2016 kontinuierlich weiterentwickelt. Mittlerweile zählt sie mehrere Millionen Installationen und unterstützt mehr als 20.000 Smartphone-Modelle. Besonderen Wert legt das Entwicklerteam darauf, die Kompatibilität auch mit älteren Geräten langfristig zu sichern. Und Dank freiwilliger Übersetzerinnen und Übersetzer ist die App in 19 Sprachen verfügbar.
Das Rektorat begründet seine Entscheidung mit der hohen überregionalen Reichweite und der enormen Strahlkraft für die RWTH, die mit der App verbunden sei. Phyphox gelte als ein nachhaltiges Erfolgsmodell für innovative Lehre. Durch die Ehrung möchte das Rektorat die Bedeutung des Projektes für die gesamte Hochschule unterstreichen und die fortgesetzte Entwicklung unterstützen. [RWTH / dre]
Anbieter
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) AachenTemplergraben 55
52062 Aachen
Deutschland
Meist gelesen

Jugend forscht Team gewinnt drei Preise in den USA
AR, KI & Co.: Vier Jungforscher:innen aus Deutschland feiern Erfolge beim weltgrößten MINT-Nachwuchswettbewerb Regeneron ISEF 2026.

40 Jahre nach Tschernobyl
Ein Hintergrundgespräch informiert am 15. April über die aktuelle Situation vor Ort, Gefahren und Perspektiven.

Neues Teleskop auf 5600 Meter Höhe eingeweiht
Universitäten Köln und Bonn sind Teil einer internationalen Kooperation, die das Fred Young Submillimeter Telescope ins Leben gerufen hat.

Mikrometeorite – kosmische Glücksfälle
Winzige Gesteinsreste aus dem All liefern nicht nur Aufschluss über unser Sonnensystem, sondern ermöglichen auch spannende Citizen Science, wie die neue „Physik in unserer Zeit“ berichtet.

Strom statt Wärme
Der Umstieg von Verbrennungsprozessen auf elektrische Energie bringt einen großen Effizienzgewinn mit sich.








