27.01.2020

Plattform für Publikationen

Forschungsdatenrepository Radar verstärkt Beteiligung der Nutzer an Weiterentwicklung.

Initiativen wie die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und GoFAIR zeigen die Bedeutung und den Wert von Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft. Förder­organisationen verpflichten Forscher zunehmend zur Veröffentlichung ihrer Daten. Viele Hochschulen und Forschungs­einrichtungen suchen daher nach geeigneten Infrastruktur- und Servicelösungen für das Management sowie die Archivierung und Publikation ihrer Forschungsdaten. Dabei stehen sie vor der Entscheidung, ein Forschungs­daten­repository selbst zu konzipieren, zu entwickeln und dauerhaft zu betreiben oder einen externen Dienstleister für diese Aufgabe zu beauftragen. Wenn sie sich für die externe Cloud-Lösung Radar entscheiden, dann haben sie gleichzeitig die Gewissheit, dass ihr Repository bedarfs­orientiert weiterentwickelt wird. 
 

Abb.: Logo des  Forschungs­daten­repositorys (Bild: FIZ)
Abb.: Logo des Forschungs­daten­repositorys (Bild: FIZ)

Radar ging im März 2017 an den Start. Von Beginn an hatte der Austausch mit den Nutzern hohe Priorität. Dieser Dialog wurde kontinuierlich ausgebaut; und so konnte Ende November 2019 in Halle bereits der fünfte Radar-Workshop stattfinden. Neben Erfahrungs­berichten von nutzenden Einrichtungen und der Vorstellung der neuen Softwareversion durch das FIZ Karlsruhe wurde viel Raum für die Diskussion von geplanten Weiter­entwicklungen eingeräumt. Im Anschluss an den öffentlichen Workshop tagte erstmals auch der neu konstituierte Beirat. Dieser setzt sich aktuell aus Vertretern von fünf nutzenden Einrichtungen zusammen. Er berät FIZ Karlsruhe bei der Planung der Radar Product Roadmap sowie der Priorisierung geplanter Features.

Auch die zum Workshop veröffentlichte neue Version der Radar-Software zielt auf die bessere Einbindung und Anpassbarkeit des Cloud-Dienstes an die lokalen Gegebenheiten und Arbeitsabläufe bei den nutzenden Einrichtungen. Diese können über ein optimiertes Dashboard die institutionellen Einstellungen für Radar zentral verwalten. Zudem stehen ihnen nun vielfältige Möglichkeiten zur Angleichung der Benutzungs­oberfläche an das eigene Corporate Design zur Verfügung. Für publizierte Forschungsdatensätze lassen sich Digital Object Identifier (DOI) mit einem institutseigenen Präfix vergeben. Neue Funktionen zur Datenintegritätsprüfung und zum Export von Zitationen runden das Software­release ab. 

Kerstin Soltau, Produktmanagerin für Radar, erklärt: „Die neuen Branding-Optionen im Release bedeuten noch mehr Freiraum in der individuellen Gestaltung des Dienstes vor Ort. Die Institutionen können ihn zügig an die Bedürfnisse vor Ort anpassen, ohne eine eigene Infrastruktur betreiben zu müssen. Und mit der Einrichtung des Beirats können sie sicher sein, dass wir die bedarfsorientierte Weiter­entwicklung konsequent weiterverfolgen, die wir bereits während der DFG-Projektphase begonnen haben – ganz im Sinne unseres Mottos, aus der Community – für die Community.“

Radar ermöglicht die disziplin- und formatunabhängige Archivierung und Publikation digitaler Forschungsdaten sowie deren Qualitätssicherung durch Peer Review. Wissenschaftliche Institutionen können mit Radar eigene Forschungsdatendienste auf- oder ausbauen. Die Verwaltung des Dienstes, der individuellen Workflows und Verantwortlichkeiten liegen dabei ganz in der Hand der nutzenden Einrichtung. Es besteht auch die Möglichkeit, Radar unverbindlich zu testen. 

FIZ Karlsruhe / DE

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