06.06.2007

Treffen an der Venus

Die NASA-Sonde «Messenger» flog auf ihrem Weg zum Merkur in nur 347 Kilometern Abstand an der Venus vorüber und hat dabei die ESA-Sonde «Venus Express» bei ihren Beobachtungen unterstützt.

Köln (dpa) - Die NASA-Sonde «Messenger» flog am Dienstag auf ihrem Weg zum Merkur in nur 347 Kilometern Abstand an unserem Nachbarplaneten Venus vorüber. Dabei hat die US-Sonde die europäische Sonde «Venus Express» bei ihren Beobachtungen unterstützt und so einen doppelten Blick auf die Venus ermöglicht, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln mit. Ziel des Manövers ist es, «Messenger» durch den Vorüberflug abzubremsen, damit die Sonde später in einen Merkur-Orbit einschwenken kann. «Venus Express» umkreist den als Abendstern sichtbaren Planeten seit April 2006.

Als einzige Nicht-Amerikaner im «Messenger»-Team haben die zwei DLR-Forscher Jörn Helbert und Jürgen Oberst das Ereignis am Computer im Institut des Zentrums in Berlin-Adlershof verfolgt. «Noch nie gab es an der Venus ein solches Rendezvous zweier Raumsonden», sagte Helbert. Während des «Messenger»-Vorbeiflugs befand sich «Venus Express» auf der anderen Seite des Planeten, die Sonde überflog jedoch später das selbe Gebiet und hat ergänzende Daten gesammelt.

Das Manöver der «Messenger» dient den Angaben nach auch als Generalprobe für die Annäherung an den Merkur, das eigentliche Ziel der Sonde. Dort soll sie im Januar 2008 ankommen. Im Oktober kommenden Jahres und im September 2009 soll «Messenger» zwei weitere Male nahe am Merkur vorbeifliegen, ehe die Sonde des NASA-Discovery-Programms im März 2011 in eine Umlaufbahn um den kleinsten Planeten des Sonnensystems einschwenken wird.

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