10.09.2003

Weibliche Studienberechtigte der alten und der neuen Bundesländer 'ticken anders'

Ökonomische Autonomie hat für ost- und westdeutsche Abiturientinnen einen sehr unterschiedlichen Stellenwert.

Weibliche Studienberechtigte der alten und der neuen Bundesländer "ticken anders"

Berufliche und finanzielle Perspektiven, Unabhängigkeit und Sicherheit als Antwort auf wirtschaftlich bedingte Unsicherheiten prägen in den neuen Bundesländern insgesamt stärker als in den alten die Entscheidung sowohl für als auch gegen ein Studium.

Nachdem weibliche Studienberechtigte der neuen Bundesländer in den neunziger Jahren - selbst bei besten schulischen Leistungen - eher verunsichert auf ein Studium verzichteten, zeigen sie sich jetzt wieder deutlich selbstbewusster.

Ihre Studierwilligkeit ist wieder stärker gestiegen als die der männlichen Studienberechtigten. Und ihre, die Studienentscheidung maßgeblich tragende Orientierung auf Beruf und ökonomische Selbständigkeit unterscheidet sich nicht von der ihrer männlichen Mitbewerber. Weiblichen Studienberechtigten in den alten Bundesländern - untersucht in Niedersachsen und Berlin (West) - sind dagegen die berufliche und finanzielle Perspektive bei der Studienentscheidung im Durchschnitt wesentlich weniger wichtig.

Ökonomische Autonomie hat für ost- und westdeutsche Abiturientinnen damit einen sehr unterschiedlichen Stellenwert, was Resultat einer unterschiedlichen Sozialisation insbesondere durch die Generation ihrer Mütter in Verbindung mit den aktuell unterschiedlichen finanziellen Lebensbedingungen sein dürfte.

Diese Ergebnisse sind Bestandteil einer Untersuchung, in der die aktuelle Studierwilligkeit und ihre Hintergründe in den neuen und einzelnen alten Bundesländern analysiert wurde. Befragt wurden insgesamt rd. 3550 Schüler/innen der Klassenstufen 10 bis 13 an Gymnasien und anderen zur Studienberechtigung führenden Bildungseinrichtungen.

Quelle: idw

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