20.06.2008 • Raumfahrtliteratur

Lift off! Die Geschichte der Raumfahrt

T. Bührke: Lift off! Die Geschichte der Raumfahrt Berlin Verlag, 2008, 256 S., geb., ISBN 9783827052605

Bührke, T.

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Werke zur Geschichte der Raumfahrt gibt es eine große Vielzahl, der Wissenschaftsjournalist und promovierte Astrophysiker Thomas Bührke hat mit „Lift off!“ nun eine weitere Gesamtschau vorgelegt. Auf rund 280 Seiten erzählt er die Geschichten von Ziolkowski, Oberth und Goddard, von Koroljow und von Braun, von Peenemünde und den „Beute-deutschen“, vom Wettlauf ins All und zum Mond, von Space Shuttle und Raumstation.

Das Buch tritt als Einführung ins Thema für Jugendliche an und kann in einem lesbaren und verständlichen Stil die Vielfalt des Themas in klaren Worten erzählen. Bührke konzentriert sich dabei vor allem auf die bemannte Raumfahrt. Sie ist eine Erfolgsgeschichte, die er gerne ausführlich erzählt. Hinzu kommen die Highlights der unbemannten Planetenerkundung: Voyager, Cassini und Galileo. Auch die Erforschung von Mars und Venus sind ihm eigene Kapitel wert.

Bührke verzichtet allerdings auf die militärischen und kommerziellen Satellitenprojekte, die heutzutage aber einen Großteil des tatsächlichen Geschäfts ausmachen. So sind es die klassischen Highlights, die, chronologisch erzählt, sein Buch prägen. Die beiden Grafiken im Frontispiz – ein Schema der Apollo-Missionen und die Raketen von Mercury bis Apollo – belegen dies einmal mehr. Nicht nur, dass es die Erfolgsgeschichte der Raumfahrt ist, es ist die Ge-schichte der amerikanischen Raumfahrt. Die sowjetischen Unternehmen treten nur auf, um die amerikanischen Reaktionen zu begründen.

Die chronologische Erzählweise ist Stärke wie Schwäche des Buchs zugleich. Stärke, weil er mit einem eigenen Erzählstil der Sache immer mal wieder eine eigene Note abgewinnen kann, und weil es ihm gelingt, den jugendlichen Leser in die Sache einzuführen, Schwäche, weil das Buch dem, der die Faktenlage kennt, nichts Neues berichten kann.

„Lift Off!“ ist kein oppulentes Bilderbuch, auch wenn es zum Thema Raumfahrt natürlich eine Überfülle an Bildmaterial gibt. Nur auf zehn Hochglanzseiten in der Mitte des Buches findet sich eine Reihe unverzichtbar erscheinender Fotos. Doch die sparsame Bebilderung macht das Buch immerhin zu einer handlichen Lektüre.

Insgesamt ein lesefreundliches Buch, das seine Geschichte eingängig und schlüssig erzählt. Insbesondere wird der Autor bei den anvisierten jungen Lesern sein Publikum finden.
Matthias Bode

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