18.09.2003

Newtons Apfel - Sternstunden der Physik: Von Galilei bis Lise Meitner

Bührke

Newtons Apfel - Sternstunden der Physik: Von Galilei bis Lise Meitner

Von T. Bührke.
Verlag C. H. Beck, München 1997. 263 S., kartoniert,.
ISBN 3-406-42002-8

Der Autor entwirft, ausgehend von ,,großen Momenten" in ihrem Leben, die Biographien von elf Physikern (Galilei, Newton, Faraday, Maxwell, Einstein, Planck, Becquerel, Bohr, Heisenberg und Fermi) und einer Physikerin (Meitner). Er verwendet dazu neben einigen allgemeinen Werken zur Physikgeschichte vor allem bekannte, auch neueste Einzelbiographien der dargestellten, aus denen er seine Geschichten in flüssigem, anregenden Stil aufbaut. Der handliche, in jede Rocktasche passende Band eignet sich vorzüglich zur Information für den arbeitenden Physiker und Physiklehrer. Soweit, so gut.

Der kritische Physikhistoriker mag freilich bemerken, daß Bührkes Methode auch ihre Schwachpunkte besitzt. Selbst die geschickteste Überlagerung verschiedener Quellen führt gelegentlich zu Unstimmigkeiten, die erst durch gründliches Studium der Fakten und Zeitumstände zu klären sind. Wir denken dabei weniger an die Fehleinschätzung der Alchemie, die zu Newtons Zeit eben die Chemie darstellte, oder Mängel in bestimmten Zeit- und anderen Angaben - Rudolf Kohlrausch, nicht sein Sohn Friedrich, war am berühmten Experiment mit Wilhelm Weber beteiligt; das Wiener Institut für Radiumforschung existierte 1908 noch nicht - als an Darstellungen, die die historischen Tatsachen auf den Kopf stellen. So konnte sicher Schrödinger mit 1926 publizierten Untersuchungen über Wellenmechanik Heisenbergs Weg zur Quantenmechanik 1925 nicht beeinflussen. Geschichtsschreibung besteht gerade in der strengen Beleuchtung von Einzeldaten und Zeitabfolgen.

Aber vielleicht treffen solcherlei mäkelnde Anmerkungen den Autor gar nicht, der sichtbar Spaß an seinen Geschichten hat, die über weite Strecken zutreffende Bilder (neben manchen Legenden) vermitteln. Und dieser Spaß überträgt sich durchaus auf die Leser, auch die Nichtphysiker unter ihnen.

H. Rechenberg, München

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