25.03.2024

Altermagnete in der spinbasierten Elektronik

Altermagnetische elektronische Bandaufspaltung in Verbindung mit Spinpolarisation in einer intermetallischen Chrom-Antimon-Verbindung nachgewiesen.

Altermagnete stellen eine neue Materialklasse im Magnetismus dar, die neue Anwendungen in der spinbasierten Elektronik ermöglichen könnte. Ihr magnetisch geordneter Zustand besteht aus einer antiparallelen Anordnung von mikroskopischen magnetischen Momenten, den Spins, so wie bei Antiferromagneten.

Abb.: Kristallstruktur von altermagnetischem CrSb: Die farbigen Blasen um die...
Abb.: Kristallstruktur von altermagnetischem CrSb: Die farbigen Blasen um die Cr-Atome (kleine blaue Kugeln) entsprechen Iso-Spindichteflächen. Ihre Anisotropie ermöglicht spinpolarisierte Ströme.
Quelle: L. Šmejkal, ASCR / A. B. Hellenes, JGU Mainz

Im Gegensatz zum Antiferromagnetismus ermöglicht der altermagnetische Zustand ohne Nettomagnetisierung jedoch die Erzeugung elektrischer Ströme mit einer Spinpolarisation, wie sie in der spinbasierten Elektronik benötigt wird. Damit vereinen Altermagnete die Vorteile von Antiferromagneten, das heißt eine ultraschnelle Dynamik, und Ferromagneten, also eine große Spinpolarisation.

Forscher der Uni Mainz haben jetzt in der intermetallischen Chrom-Antimon-Verbindung CrSb eine altermagnetische elektronische Bandaufspaltung in Verbindung mit Spinpolarisation nachgewiesen.

„Die Größe dieser Aufspaltung, die in einem guten Leiter und bei Raumtemperatur beobachtet wurde, ist außergewöhnlich und vielversprechend im Hinblick auf elektronische Anwendungen altermagnetischer Materialien“, sagt Martin Jourdan von der Uni Mainz, der die Studie koordiniert hat.

JGU Mainz / RK

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