27.02.2008

Ersol und Solon zuversichtlich

Die Solarunternehmen Ersol und Solon sind nach Gewinnzuwächsen im vergangenen Jahr für die weitere Entwicklung zuversichtlich.

Ersol und Solon zuversichtlich

Erfurt/Berlin (dpa) - Die Solarunternehmen Ersol und Solon sind nach Gewinnzuwächsen im vergangenen Jahr für die weitere Entwicklung zuversichtlich. Die beiden im TecDAX notierten Gesellschaften kündigten am Dienstag für das laufende und das kommende Jahr Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich an. «Jetzt kann ersol die Früchte bisheriger Arbeit ernten», sagte der Chef des Solarzellen-Herstellers, Claus Beneking, in Erfurt.

Beneking bekräftigte die Prognose für 2008. Der Umsatz soll auf 300 bis 320 Millionen Euro und den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 70 bis 80 Millionen Euro steigen soll. Für das kommende Jahr stellte der Vorstandschef einen Umsatz zwischen 420 bis 440 Millionen in Aussicht. Der operative Gewinn soll auf 90 bis 100 Millionen Euro zulegen. Dabei soll auch ein Vertrag mit dem Modul- Produzenten Solon beitragen. Mit Hilfe dieses und weiterer abgeschlossener Kundenkontrakte ist unsere Produktion bis 2012 bereits jetzt zu rund 60 bis 70 Prozent verkauft, sagte Beneking.

Ungeachtet des laufenden Kapazitätsausbaus erhöhte Ersol das EBIT im vergangenen Jahr um 10,1 Prozent auf 22,3 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 25,4 Prozent auf 160,2 Millionen Euro, während der Vorsteuergewinn um ein Drittel auf 13,4 Millionen Euro einbrach. Hintergrund ist die Produktionserweiterung, die das Ergebnis schmälerte. Wie seine Wettbewerber verfolgt Ersol ambitionierte Ausbaupläne. So soll die Kapazität bis zum Jahr 2012 auf 550 Megawattpeak (MWp) verdoppelt werden. Dazu sind Investitionen in Höhe von einer halben Milliarden Euro vorgesehen.

Vom Solarboom profitierte auch die Berliner Solon, deren Gewinn vor Zinsen und steuern (EBIT) im vergangenen Jahr um 41 Prozent auf 35 Millionen Euro kletterte. Der Zuwachs hängt vor allem mit dem Ausbau des Auslandsgeschäfts zusammen. So verfügt die Solon AG mittlerweile über Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Italien und den USA. Im Jahresverlauf soll die Kapazität der Modul- Fertigung von 210 auf insgesamt 500 MWp mehr als verdoppelt werden.

Der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um 45 Prozent auf 503 Millionen Euro und der bereinigte Überschuss von 14,4 Millionen auf 21 Millionen Euro. Mit den Einmaleffekten belief sich der Überschuss auf 37 Millionen Euro. Diese resultieren aus der Veräußerung und Neubewertung von Beteiligungen sowie der Rückzahlung der Wandelanleihe, wie es hieß.

Für das laufende Geschäftsjahr stellte das Berliner Unternehmen einen Umsatz zwischen 850 und 900 Millionen Euro bei einer entsprechenden Steigerung des Konzerngewinns in Aussicht. Im kommenden Jahr sollen Umsatz und Ergebnis um rund 50 Prozent zulegen.

An der Börse stießen die Jahresberichte auf eine gemischtes Resonanz. So legte die Aktie von Ersol bis zum Mittag um ein Prozent zu, während der Titel der Solon AG um mehr als vier Prozent nachgab.

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