29.05.2008

HRK fordert Fortsetzung der Exzellenzinitiative

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die Fortsetzung der bis 2011 laufenden Förderung von Spitzenforschung an Hochschulen sowie eine deutliche Anhebung der Fördermittel gefordert.

Berlin (dpa) - Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat die Fortsetzung der bis 2011 laufenden Förderung von Spitzenforschung an Hochschulen sowie eine deutliche Anhebung der Fördermittel gefordert. HRK-Präsidentin Margret Wintermantel sagte am Mittwoch in Berlin, für künftige international wettbewerbsfähige Projekte müssten Neuanträge in einer zweiten Exzellenzinitiative möglich sein. Zudem sollte die Förderung der besten laufenden Projekte fortgesetzt werden können. Daher müssten die Mittel für die zweite Initiative um 50 Prozent höher ausfallen.

Hochschulen mit herausragender Forschungsleistung werden bis 2011 mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro gefördert. 75 Prozent davon trägt der Bund. Zur Zeit kommen neun Elite-Unis in den Genuss der Förderung - die beiden Hochschulen in München, die FU Berlin, die Technischen Hochschulen in Aachen und Karlsruhe, sowie die Universitäten in Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz.

Wintermantel sagte weiter: «Bund und Länder haben mit der Exzellenzinitiative ein äußerst erfolgreiches Programm geschaffen. Es fördert in den Hochschulen Forschung auf höchstem Niveau über alle Wissenschaftsgebiete und steigert die interne Steuerungskompetenz der Hochschulen.» Der HRK-Senat wies darauf hin, dass forschungsstarke Hochschulen regelmäßig auch exzellente Bildungsstätten seien. Daher solle die Forschung künftig noch stärker im Verbund mit Lehre gefördert werden.

Nach Darstellung der Grünen erkennt nun auch die HRK, dass eine Hochschule künftig nur dann Spitzen-Uni werden könne, «wenn sie in Forschung und Lehre exzellent ist». Die Grünen befürworteten eine um die Lehre ergänzte Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative. Anders als von der HRK nahegelegt, müssten aber «bei einer Neuauflage sämtliche Universitäten wieder von der gleichen Startlinie aus ins Rennen gehen».

Nach Ansicht der Fraktion Die Linke sollte die von der HRK geforderte zusätzliche Milliarde Euro flächendeckend für den Ausbau der Studienplätze und für die Verbesserung der Studienbedingungen genutzt werden. Die Exzellenzinitiative sei der falsche Weg. «Wir wollen keine elitären und unsozialen Leuchtturm-Projekte und keine Zwei-Klassen-Bildung», hieß es.

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