29.01.2008

Jenoptik: Umsatzplus mit Dämpfer

Der Technologiekonzern Jenoptik muss für das abgelaufene Geschäftsjahr trotz eines Umsatzwachstums im operativen Geschäft einen Dämpfer hinnehmen.

Jena (dpa) - Der Technologiekonzern Jenoptik muss für das abgelaufene Geschäftsjahr trotz eines Umsatzwachstums im operativen Geschäft einen Dämpfer hinnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrage mit 34 Millionen Euro mehr als vier Millionen Euro weniger als 2006. Die hohe Zinsbelastung lasse keinen Gewinn erwarten, teilte das Unternehmen bei der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen am Montag in Jena mit. Der Umsatz legte im Vergleich zu 2006 um sieben Prozent auf rund 520 Millionen Euro zu. Im Jahr 2007 hat sich der Konzern mit Käufen und Verkäufen weiter auf seine Kerngeschäfte Laser, Optik, Sensorik und Mechatronik konzentriert.

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern eine weitere Umsatzsteigerung auf 550 Millionen Euro. Es seien bereits mehrere Millionenaufträge eingegangen, sagte Vorstandsvorsitzender Michael Mertin. Als Beispiel nannte er Aufträge für Radarkomponenten des Eurofighters sowie Sensoren für japanische Satelliten. Auch in der Verkehrstechnik, die im vergangenen Jahr nicht die Erwartungen erfüllen konnte, sei ein Aufschwung zu erwarten. Als Ziel des Konzerns nannte Mertin ein Wachstum von zehn Prozent jährlich und den Aufstieg in die Riege der Konzerne mit Milliarden-Umsatz.

Jenoptik hatte im vergangenen Jahr seine 17,7 Prozent am Werkstoffhersteller PVA TePla für etwa 20 Millionen Euro verkauft. Im Gegenzug übernahm Jenoptik den Berliner Leuchtdioden-Produzenten Epigap und die restlichen 49 Prozent der Schweizer Kamera-Firma SINAR. Zudem organisierte der Konzern sein Messtechnik-Geschäft neu mit der vollständigen Übernahme des US-Unternehmens Detroit Precision Hommel.

Im vergangenen Jahr hatte sich der Freistaat Thüringen als Anteilseigner verabschiedet und seine 14,8 Prozent der Aktien an die österreichische ECE Industriebeteiligungen GmbH in Wien verkauft. Dieses Unternehmen habe seine Anteile inzwischen auf mehr als 20 Prozent aufgestockt. Auswirkungen auf den Konzern habe dieser Verkauf nicht gezeigt, sagte Mertin. Jenoptik beschäftigt rund 3300 Mitarbeiter in etwa 70 Ländern. Standorte in Deutschland sind neben Jena unter anderem in Hamburg, Ratingen und Essen.

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