Jens Biegert erhält Mees-Medaille
Optica zeichnet herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Ultrakurzpuls- und Attosekundenoptik aus.
Biegert wird für die Entwicklung intensiver Laserquellen mit wenigen Zyklen und fortschrittlicher Techniken zur Untersuchung von Materie in extrem kurzen Zeitskalen geehrt. Seine Arbeiten haben es Forschenden ermöglicht, molekulare und elektronische Dynamiken mit beispielloser zeitlicher Auflösung zu visualisieren und zu steuern. Mit seinen Beiträgen zur molekularen Bildgebung, zur Erzeugung hoher Harmonischer und zur Ultrakurzpuls-Spektroskopie half er, die Grenzen in der Physik, Chemie und Materialwissenschaft zu erweitern.

Er hat zahlreiche internationale Auszeichnungen erhalten, darunter den Friedrich-Wilhelm-Bessel-Forschungspreis der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, mit dem seine bedeutenden Beiträge gewürdigt wurden, die sich auf die ultraschnelle Lasertechnik und die Attosekundenforschung ausgewirkt haben.
Die C. E. K. Mees-Medaille, die 1961 in Gedenken an den Pionier der Fotowissenschaft Charles E. Kenneth Mees ins Leben gerufen wurde, würdigt Leistungen, die zeigen, wie die Optik Disziplingrenzen überschreitet. Zu den bisherigen Preisträgern zählen führende Innovatoren aus den Bereichen Nanophotonik, Spektroskopie und optische Verbindungstechnologien.
Mit der Verleihung der Medaille 2026 an Biegert unterstreicht Optica die wachsende Bedeutung der ultraschnellen Photonik und der Attosekunden-Wissenschaft, Bereiche, die die Grundlagenforschung verändern und Technologien der nächsten Generation in den Bereichen Bildgebung, Spektroskopie und Quantenwissenschaft ermöglichen.
Biegert ist ICREA-Professor für Attowissenschaft und ultraschnelle Optik am Institut für Photonikwissenschaften ICFO. Nach dem Physikstudium in Würzburg promovierte er an der Technischen Universität München auf der Grundlage von Forschungen, die er an der University of New Mexico unter der Leitung von Jean-Claude Diels durchgeführt hatte. Nach seiner Promotion habilitierte er sich an der ETH Zürich, wo er ein Forschungsprogramm in Attosekundenwissenschaft aufbaute. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Erzeugung, Steuerung und Anwendung ultrakurzer Laserpulse zur Untersuchung und Manipulation von Materie auf elektronischen und atomaren Zeitskalen. Von 2021 bis 2023 amtierte er als Executive Director für den Verband Laserlab-Europe. [ICFO / Optica / dre]















