14.06.2007

Länder setzen Hochschulpakt unterschiedlich um

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat von den Bundesländern mehr Geld zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die geburtenstarke Jahrgänge verlangt.

Berlin (dpa) - Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat von den Bundesländern mehr Geld zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die geburtenstarke Jahrgänge verlangt. Nach ersten Erfahrungen werde die Umsetzung des Hochschulpaktes von den Ländern sehr unterschiedlich angegangen, sagte HRK-Präsidentin Margret Wintermantel am Mittwoch der Deutsche Presse-Agentur dpa in Berlin. Positives werde von den Hochschulen aus Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsern und Nordrhein-Westfalen berichtet. Sorge bereite hingegen die Sparpolitik in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Mit «Dumping»-Zuschüssen pro Studienplatz sei aber keine gute Ausbildung zu machen.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen an diesem Donnerstag in Berlin den Hochschulpakt 2020 unterzeichnen. Damit sollen zunächst bis 2010 rund 90 000 zusätzliche Studienplätze für den erwarteten Bewerberboom aus den starken Schulabgänger-Jahrgängen geschaffen werden. Nach Überprüfung des Ziels soll anschließend über eine Fortschreibung des Pakts verhandelt werden. Bund und Länder stellen zunächst jeweils 565 Millionen Euro zur Verfügung.

Wintermantel sagte, die Länder dürften sich bei den zusätzlichen Studienangeboten nicht nur auf «preiswerte» Fächer konzentrieren sondern müssten auch mehr Plätze in den aufwendigeren Natur- und Ingenieurwissenschaften und auch in Medizin schaffen. Die Kultusminister hatten erst vor sieben Jahren jeden vierten Medizin- Anfängerplatz abgebaut. Heute wird bereits über einen Medizinermangel geklagt.

Wenn die Hochschulen für die zusätzlichen Studienangebote Personal einstellen, benötigten sie Planungssicherheit über das Jahr 2010 hinaus, sagte Wintermantel weiter. Dazu gebe es aber erst aus Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen positive Rückmeldungen.

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