16.01.2007

Lebensverlängernder Nobelpreis?

Der Nobelpreis bringt seinen Trägern außer Ruhm und Geld auch noch ein längeres Leben. Dies geht aus einer Studie der mittelenglischen Universität Warwick hervor.

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London (dpa) - Der Nobelpreis bringt seinen Trägern außer Ruhm und Geld auch noch ein längeres Leben. Dies geht aus einer Studie der mittelenglischen Universität Warwick hervor, die am Dienstag in London veröffentlicht wurde. Demnach lebten in den Jahren 1901 bis 1950 die 135 Preisträger in den Kategorien Chemie und Physik im Durchschnitt fast anderthalb Jahre länger als die Wissenschaftler, die nur in die engere Auswahl kamen. Sie wurden im Durchschnitt 77,2 Jahre, die anderen hingegen nur 75,8 Jahre alt.

Grundlage für die Untersuchung waren die Daten von mehr als 500 Physikern und Chemikern, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Nobelpreis erhielten oder zumindest dafür nominiert waren. Aktuelle Vergleiche waren nicht möglich, weil die Nominierungsakten nach den Regeln des Nobelpreis-Komitees 50 Jahre lang geheim bleiben müssen.

Entscheidend für die höhere Lebenserwartung ist nach Ansicht der Forscher nicht etwa das Preisgeld, sondern die Tatsache, dass durch den Nobelpreis auch der soziale Status steigt. Der Leiter der Untersuchung, der Wirtschaftswissenschaftler Professor Andrew Oswald, sagte: «Der Status scheint als eine Art heilbringender Zauber zu wirken.» Bei einer statistischen Bereinigung der Zahlen ergebe sich sogar eine durchschnittlicher Anstieg der Lebenserwartung von fast zwei Jahren.

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