03.06.2008

Maschinenbau macht Dämpfer wett

Die deutschen Maschinenbauer haben mit einem unerwartet kräftigen Auftragsplus im April den leichten Dämpfer aus dem März mehr als wettgemacht.

Frankfurt/Main (dpa) - Die deutschen Maschinenbauer haben mit einem unerwartet kräftigen Auftragsplus im April den leichten Dämpfer aus dem März mehr als wettgemacht. Der Auftragseingang lag im April real 35 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte. Das Inlandsgeschäft legte um 19 Prozent zu. Bei der Auslandsnachfrage gab es - getrieben durch Bestellungen von Großanlagen - sogar ein Plus von 44 Prozent im Vergleich zum April 2007. Seit Jahresanfang seien die Aufträge damit um insgesamt elf Prozent gestiegen.

«Der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt», sagte VDMA- Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Die Lage der Branche mit einem hohen Exportanteil sei trotz des starken Euro und der hohen Energiepreise weiter «sehr robust». Ohne die belastenden Faktoren könnte die Nachfrage allerdings «noch einen Tick besser» sein, sagte Wortmann. Hauptgrund dafür, dass die negativen Faktoren nicht so stark auf den Maschinen- und Anlagenbau durchschlügen, sei das sehr gute Angebot vor allem in den Bereichen Umweltschutz und Energieeffizienz. «Da wird sehr viel aus Deutschland gekauft», sagte der VDMA-Experte.

Für das gesamte Jahr 2008 rechnet der Verband unverändert mit einem Anstieg der Produktion um fünf Prozent. Damit wäre es für die Branche das fünfte Wachstumsjahr in Folge. Von Januar bis März stieg die Produktion um 7,2 Prozent, der Umsatz legte um 5,5 Prozent zu. Der Auftragsbestand reicht inzwischen mehr als sechs Monate bis in den Herbst, so dass der Produktionszuwachs für dieses Jahr gesichert sein dürfte. 2007 war für die Schlüsselbranche ein Rekordjahr mit einem Produktionsplus von elf Prozent gewesen.

Nach einem schwachen Start in dieses Jahr hatte die Nachfrage im Februar wieder deutlich angezogen, im März ging sie wieder zurück. Im April legten die Bestellungen überraschend stark zu. Die drei Arbeitstage mehr als im Vorjahresmonat seien dafür nicht allein ausschlaggebend gewesen, hieß es beim VDMA. Für den von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Drei-Monats-Vergleich von Februar bis April ergibt sich ein Auftragszuwachs von insgesamt zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Inlandsnachfrage erhöhte sich um sieben Prozent, die Auslandsbestellungen stiegen um 14 Prozent.

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