Großbrand bei der GSI
Ein Feuer im Umfeld des Beschleunigers UNILAC beeinträchtigt den Betrieb des Darmstädter Forschungszentrums.
Nach dem Großbrand auf dem Campus des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung in Darmstadt am frühen Donnerstagmorgen laufen bei GSI/FAIR die Schadensanalysen auf Hochtouren. Dank der effizienten Notfallregelungen und des schnellen und professionellen Einsatzes der Feuerwehr war der Brand am Freitag laut einer Mitteilung des Forschungszentrums gelöscht. Das künftige internationale Beschleunigerzentrum FAIR ist demnach von dem Feuer nicht betroffen. Die zuständigen Behörden untersuchen derzeit die Brandursache. Personen waren nicht zu Schaden gekommen, für die Nachbarschaft habe zu keiner Zeit eine Gefährdung bestanden.

„Eine erste Bilanz des Geschehens zeigt, dass die Meldeketten und der Krisenstab von GSI/FAIR effizient funktioniert haben: Die Gebäude und der Campus der Forschungseinrichtung waren schnell und vollständig geräumt worden. Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Behörden lief reibungslos“, so die Geschäftsführung von GSI/FAIR.
GSI/FAIR wird nun eine umfassende Analyse beginnen, um die Auswirkungen des Brandes zu bewerten. Dazu steht die Geschäftsführung in engem Kontakt mit den eigenen Fachabteilungen und den zuständigen Ministerien und Behörden. Das Ausmaß der Schäden an Infrastruktur und Geräten stehe dabei ebenso im Fokus wie die Folgen für den Wissenschaftsbetrieb.
Der Brand hat das Gebäude des Linearbeschleunigers UNILAC stark betroffen, der alle weiteren Beschleunigungsstufen der komplexen Anlage bedient. Daher ist momentan ein Experimentierbetrieb nicht möglich. „Unser Fokus liegt darauf, die Folgen des Brandes schnellstmöglich zu bewältigen und den Forschungsbetrieb wiederaufnehmen zu können. Wir werden alle notwendigen Schritte einleiten, um die Kontinuität unserer Arbeit zu sichern“, teilte die Geschäftsführung von GSI/FAIR mit. [GSI / dre]











