23.05.2008

Neue CO2 Technologie für Kohlekraftwerke

Der Energiekonzern Vattenfall will eine neue CO2- Technologie für Strom aus Braunkohle in größerem Stil vorantreiben. CO2 soll unterirdisch gespeichert werden.

Vattenfall plant Demonstrationskraftwerk mit neuer CO2-Technologie

Berlin (dpa) - Der Energiekonzern Vattenfall will eine neue CO2- Technologie für Strom aus Braunkohle in größerem Stil vorantreiben. Bis 2014 soll dafür eine Demonstrationsanlage im brandenburgischen Kraftwerk Jänschwalde (Kreis Spree-Neiße) in Betrieb gehen, wie die deutsche Tochter Vattenfall Europe am Donnerstag mitteilte. Die Kosten werden auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt, wobei eine öffentliche Förderung angestrebt wird. Das Projekt soll ein zweiter Schritt auf dem Weg zur kommerziellen Nutzung der Technologie von 2020 an sein. Zuvor soll in diesem Sommer eine kleinere Pilotanlage starten. Klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) entweicht dabei nicht in die Luft, sondern wird abgetrennt und unterirdisch gespeichert.

«Ich bin überzeugt, dass Kohle Zukunft hat», sagte Tuomo Hatakka, Vorstandschef von Vattenfall Europe in Berlin. Sein Unternehmen mache Ernst mit konkreten Lösungen für das Problem der CO2-Emissionen. In dem Demonstrationskraftwerk sollen in einem 500-Megawatt-Block zwei Verfahren der CO2-Abscheidung auf großtechnischem Niveau eingesetzt werden. Die Pilotanlage am Standort Schwarze Pumpe hat eine Leistung von 30 Megawatt. Für das dortige Projekt sind nach Investitionen von bisher 70 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren weitere 20 bis 30 Millionen Euro vorgesehen. «Das ist nicht nur eine Werbeaktion», sagte Hatakka. Die Technik habe großes Exportpotenzial.

Zu dem Konzept gehört, dass das abgetrennte CO2 in flüssiger Form unterirdisch gelagert wird. Für die Pilotanlage sollen Tanklastwagen den Transport übernehmen und das Material in ein rund 350 Kilometer entferntes, weitgehend ausgebeutetes Erdgasfeld in der Altmark in Sachsen-Anhalt bringen. Dafür wurde eine Kooperation mit dem staatlichen französischen Gaskonzern Gaz de France geschlossen. Für das größere Demonstrationskraftwerk sei eine Pipeline geplant. Dafür werden aber erst auch noch weitere mögliche Lagerstätten geprüft.

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