14.03.2024

Neues Förderprogramm zur Fusionsforschung

Erstmals werden die Technologie des magnetischen Einschlusses als auch die Laserfusion gefördert.

Das Bundes­ministerium für Forschung und Bildung BMBF fördert bereits seit Langem die Fusions­forschung am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und am Forschungs­zentrum Jülich (FZJ). Diese institutionelle Förderung wird mit dem neuen Projektförder­programm um eine zweite Säule ergänzt. Ziel der Projektförderung ist es, in einer ersten Phase bis Anfang der 2030er Jahre Technologien, Komponenten und Materialien voranzubringen, die für ein Fusions­kraftwerk gebraucht werden. In der zweiten Phase steht dann die Integration in ein Kraftwerks­design im Vordergrund. Das Förder­programm ist technologie­offen angelegt und adressiert sowohl die Technologie des magnetischen Einschlusses als auch die Laserfusion.

Abb.: Blick auf die Baustelle des Fusionsreaktors ITER im südfranzösischen...
Abb.: Blick auf die Baustelle des Fusionsreaktors ITER im südfranzösischen Cadarache.
Quelle: ITER

„Die Energiekrise hat uns vor Augen geführt, wie wichtig eine saubere, verlässliche und bezahlbare Energie­versorgung ist. Und Fusion ist dabei die riesige Chance, all unsere Energieprobleme zu lösen. Deutschland bietet durch seine exzellente Forschungs­landschaft und seine starke Industrie hervorragende Voraussetzungen für den Bau von Fusionskraftwerken. Hier setzen wir mit unserem neuen Förder­programm ‚Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusions­kraftwerk‘ an und wollen so den Weg zum ersten Fusionskraftwerk in Deutschland ebnen“, sagt Bundesforschungs­ministerin Bettina Stark-Watzinger. 

„Wir wollen ein Fusionsökosystem aus Industrie, Start-ups und Wissenschaft aufbauen, damit ein Fusions­kraftwerk in Deutschland schnellstmöglich Wirklichkeit wird. Das Fusionsökosystem soll die vorhandenen Stärken Deutschlands bündeln und Synergien zwischen den unterschiedlichen Akteuren schaffen. Das weltweite Rennen läuft. Ich möchte, dass wir in Deutschland unter den Ersten dabei sind, die ein Fusions­kraftwerk bauen. Diese riesige Chance dürfen wir nicht verpassen, gerade mit Blick auf Wachstum und Wohlstand“, ergänzt die Ministerin.

Um den Bau eines Fusions­kraftwerks möglichst schnell zu erreichen, ist das Programm im Kern auf anwendungsorientierte Verbundforschung als eine Form einer Public-Private-Partnership (PPP) angelegt. So sollen Projekte zu konkreten Teiltechno­logien von Forschungs­einrichtungen, Hochschulen und der Industrie gemeinsam durchgeführt werden. Hierdurch können neue Erkenntnisse aus der Forschung frühzeitig aufgegriffen und Know-how an die heimische Industrie zur weiteren Verwertung transferiert werden.

BMBF / JOL

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