20.09.2013

O'zapft is!

Beim Münchner Oktoberfest kommt dank einer Wärmebildkamera wirklich nur Bier aus den Fässern.

Wenn am 21. September das Oktoberfest startet, geht die ein oder andere Maß schnell über die Theke. Doch wie lässt sich garantieren, dass die Fässer, aus denen gezapft wird, wirklich nur Bier und nicht etwas anderes enthalten? Risikoanalysen und Simulationen etwa weisen trotz aller Vorsicht auf die Möglichkeit von Lauge statt Bier im Fass hin. Ein Fass mit Lauge hat jedoch eine erheblich höhere Temperatur als ein mit Bier gefülltes. Daher bietet sich eine kontinuierliche Temperaturüberwachung als Lösung an. Fehlerhaft gefüllte Fässer lassen sich so leicht identifizieren. Dafür eignet sich eine Wärmebildkamera, die mit der richtigen Einstellung und Interpretation nahezu fehlerfreie Messungen ermöglicht.

Abb.: Die Kamera zeigt ein Wärmebild des durchlaufenden Bierfasses in Echtzeit auf dem Bildschirm. (Bild: Flir)

Bei Erdinger Weissbräu misst daher eine Wärmebildkamera der Firma Flir die Temperatur eines jeden Fasses, bevor es das Transportband in der Abfüllhalle verlässt. Erkennt die Wärmekamera ein Fass mit abweichender Temperatur, löst sie Alarm aus, das Transportband hält automatisch an und das Fass wird manuell entnommen.

Für die Anwendung kommt eine Wärmekamera mit Firewire-Anschluss in einem Schutzgehäuse zum Einsatz. Auf einem Touchscreen-Monitor ist zu sehen, welche Fassgröße und welcher Fasstyp gerade den Reinigungs- und Abfüllprozess durchläuft. Ein Wärmebild des durchlaufenden Bierfasses wird gleichzeitig in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt. Mit hohen Bildfrequenzen und hoher Auflösung liefert die kompakte Kamera präzise Thermografiedaten mit mehr als 300.000 Pixeln. Die ungekühlte Infrarotkamera ist mit ihrer Auflösung von 640 × 480 Pixeln mit den Standards GenICam und GigE Vision voll kompatibel.

Die Lösung mit der Wärmebildkamera habe sich bei Erdinger etabliert. Somit steht einem gelungenen Fassanstich also nichts mehr im Wege.

Flir / AH

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