19.03.2004

Photovoltaik - Neue Horizonte

Ein neuer Tagungsband zeigt den aktuellen Forschungsstand bei Solarzellen.



Ein neuer Tagungsband zeigt den aktuellen Forschungsstand bei Solarzellen.

Soeben ist der aktuelle Tagungsband vom ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) erschienen. Unter dem Titel "Photovoltaik - Neue Horizonte" sind die neusten Ergebnisse der Solarzellenforschung aus den Mitgliedsinstituten des FVS gut verständlich zusammengefasst. Das neue Heft steht im Internet als kostenfreier Download zur Verfügung. Außerdem kann es kostenfrei als gedrucktes Heft beim FVS angefordert werden.

Die Photovoltaik hat global ein außerordentlich großes Stromerzeugungspotenzial. Sie kann fast überall genutzt werden, da die Sonnenstrahlung von allen Energiequellen am gleichmäßigsten auf der Erde verteilt ist. Ihre ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile gegenüber den konventionellen Energien machen Strom aus Solarzellen zu einer entscheidenden Säule im nachhaltigen Energiemix der Zukunft.

Diese papierdünne Siliziumsolarzelle hat eine industrienahe Zellstruktur und einen Wirkungsgrad von 20%. (Quelle Fraunhofer ISE)

Forschung und Entwicklung steigern die Effizienz, reduzieren die Kosten und ermöglichen neue Einsatzmöglichkeiten für Solarzellen:

  • Innovative Produktionstechniken für dünne Silizium-Solarzellen reduzieren den Materialverbrauch und senken merklich die Kosten. 
  • Dünnschichtsolarzellen können auch auf flexiblen Substraten wie Metall- oder Polymerfolien aufgebracht werden, wodurch sich neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. 
  • So genannte bifaciale Solarmodule, die das Sonnenlicht mit ihrer Vor- und Rückseite nutzen, steigern deutlich den Wirkungsgrad. 
  • Neue Ansätze in der Leistungselektronik ermöglichen preiswertere Solarzellenanlagen mit hohen Wirkungsgraden. 
  • Technologische Fortschritte und neue Materialien führen zu Rekordwirkungsgraden von über 30 % und zur Verkürzung der Energierückzahlzeiten auf unter zwei Jahre. 
  • Photovoltaikanlagen lassen sich multifunktional nutzen (Stromerzeugung, Fassadengestaltung, Antennenfunktion, Abschattung und Schalldämmung) und sparen so Kosten ein. 
  • Solarzellen auf Galliumarsenid-Basis und neue Dünnschichtsolarzellen schaffen den Sprung von der Forschung in den PV-Markt.

FVS-Mitgliedsinstitute:

  • DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. 
  • FZJ Forschungszentrum Jülich GmbH 
  • ISE Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme Freiburg 
  • GFZ GeoForschungsZentrum Potsdam 
  • HMI Hahn-Meitner-Institut Berlin GmbH 
  • ISFH Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal GmbH 
  • ISET Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V. 
  • ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg

Quelle: idw

Weitere Infos:

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