27.05.2015

Physikalischer Sachverstand für Europa

Deutsche Physikalische Gesellschaft begrüßt Pläne der EU-Kommission für einen wissenschaftlichen Beraterstab auf höchster Ebene.

So überraschend die Abberufung der wissenschaftlichen Chefberaterin Anne Glover für viele kam, eröffnet diese Entscheidung nun die Gelegenheit, die wissenschaftliche Beratung der EU-Kommission auf eine neue und breitere Basis zu stellen. Daher begrüßt die DPG den Vorstoß der EU-Kommission, ein Beratergremium aus mindestens sieben Wissenschaftsexpertinnen oder -experten einzusetzen.

„Entscheidend wird sein, wie das Gremium zusammengesetzt wird und wie sich die Zusammenarbeit mit den existierenden Strukturen in der EU gestaltet“, sagt Siegfried Bethke, Vorstandsmitglied für Auswärtige Beziehungen der DPG und Direktor am MPI für Physik in München. Geplant ist, dass der wissenschaftliche Beraterstab dem EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, Carlos Moedas, direkt zuarbeitet.

„Wichtig wäre, dass die Kommission international renommierte Forscherinnen oder Forscher beruft, die sich auf dem politischen Parkett ebenso souverän bewegen wie sie als anerkannte europäische Forschungsmanagerin oder -manager bekannt sind“, sagt Bethke. Zudem sollten möglichst Expertinnen oder Experten aus unterschiedlichen Forschungsdisziplinen berufen werden, um eine möglichst breite Expertise sicherzustellen.

Für den Bereich der Physik könnte die DPG in Abstimmung mit der European Physical Society (EPS) eine Empfehlung erarbeiten.

DPG / RK

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