Quantenrechnen wird mobil und einsatznah
Firma neQxt in Weiterstadt erreicht einen Meilenstein im „Programm Mobiler Quantencomputer“ des Bundes.
Im Programm Mobiler Quantencomputer (MQC) lässt die Cyberagentur im Auftrag des Bundes erste Demonstratoren für künftige Sicherheits- und Verteidigungsanwendungen mit drei technologischen Ansätzen entwickeln. Ein Meilensteintermin bei neQxt in Weiterstadt gab im August Anlass für einen Zwischenstand.

Quantencomputer benötigen heute in der Regel hochspezialisierte Laborumgebungen. Das Forschungsprogramm „Mobiler Quantencomputer – Quantenprozessoren für den mobilen Einsatz in Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen (MQC)“ der Cyberagentur des Bundes untersucht deshalb, wie Quantenrechenleistung künftig kompakter, robuster, energieeffizienter und verlegbar werden kann.
Seit 2024 arbeiten drei Programmpartner parallel an unterschiedlichen technologischen Lösungen: neQxt mit „maQue“, Oxford Ionics gemeinsam mit Infineon mit „Min-Ion“ sowie Quantum Brilliance gemeinsam mit Parity Quantum Computing mit „Diamonds-MQC“. Die ersten beiden Ansätze basieren auf der Ionenfallen-Technologie, der dritte auf einem Festkörperansatz mit Stickstoff-Fehlstellen (NV-Zentren) in synthetischen Diamanten. Die Cyberagentur finanziert die Forschungsarbeiten mit insgesamt mehr als 44 Millionen Euro.
Anlass für die aktuelle Zwischenbilanz war ein Termin bei neQxt im südhessischen Weiterstadt, ein Spin-off der Uni Mainz. Dort wurde eine erste einsatzbereite Ausbaustufe von maQue präsentiert. Im laufenden Betrieb demonstrierte das Unternehmen unter anderem Gatteroperationen und Ionen-Shuttling. [Cyberagentur / dre]













