14.09.2021 • Optik

Schnellere Nutzung des Potenzial von UV-Halbleitertechnologien

Gründung des Fördervereins „Advanced UV for Life“.

Mit Leuchtdioden, die ultraviolette Strahlung emittieren, lassen sich Oberflächen, Luft und Wasser schnell, umwelt­schonend und ohne Chemikalien desinfi­zieren. Auch Corona-Viren und weitere Pathogene wie multi­resistente Keime können damit inaktiviert werden. Ein weiterer Vorteil von UV-LEDs ist, dass die abgestrahlte Wellenlänge zwischen 210 und 400 Nanometern eingestellt werden kann. Dadurch eröffnen sich viele weitere Einsatz­möglich­keiten, etwa für die medizinische Prävention und zur Diagnostik und Behandlung von Krankheiten. Auch zum schnellen Härten von Verbund­werk­stoffen, Klebstoffen und Farben sowie in der Umweltanalytik, der Sensorik und in den Lebens­wissen­schaften werden sie genutzt.

Abb.: Die Gründer des Vereins „Advanced UV for Life e.V.“. (Bild:  G....
Abb.: Die Gründer des Vereins „Advanced UV for Life e.V.“. (Bild: G. Gurr, Advanced UV for Life e.V.)

Obwohl UV-LEDs bereits in vielen Anwendungen eingesetzt werden, besteht noch erheblicher Bedarf an Forschung und Technologie­entwicklung. Enge Abstimmungen zwischen den Entwicklern der Bauelemente und den Endanwendern in den verschiedenen Einsatz­gebieten sind die Voraus­setzung, damit innovative Ideen schnell umgesetzt werden. Entscheidend für den Marktzugang sind gesetzliche Regelungen und Normen für den Einsatz der neuen Bauelemente und Technologien.

Der jetzt gegründete Verein „Advanced UV for Life e.V.“ bündelt die Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette – vom Konzept über den UV-Halbleiter bis zu dessen Anwendung. Das spiegelt auch die Liste der Gründungs­mitglieder wider. Der Verein baut dabei auf die achtjährige Erfahrung des gleich­namigen Konsortiums auf, das im Rahmen des Zwanzig20-Programms vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

„Ziel ist es, die technische Weiter­ent­wicklung von UV-Strahlungs­quellen und UV-Sensoren, insbesondere LEDs, Fotodioden und Laserdioden, und deren Einsatz zu fördern und zu beschleunigen“, sagt Michael Kneissl, Vorstands­vorsitzender des Vereins, dessen Geschäfts­stelle am Ferdinand-Braun-Institut in Berlin angesiedelt ist. Der Verein schafft die Kommunikations- und Kooperations­plattform, um techno­logische und wissen­schaftliche Fragen zu diskutieren sowie Entwicklungs­projekte und Forschungs­vorhaben zu initiieren.

Damit sich umwelt­freundliche und wirt­schaftliche UV-Technologien in breiterem Maße durchsetzen, will der Verein Bevölkerung, Politik und Medien umfassend zu den neuen Produkten und Dienst­leistungen informieren. Er beteiligt sich auch an Fachgremien und Ausschüssen, um Rechts­vorschriften, Normen und andere Regelwerke mit auf den Weg zu bringen.

Mit der Gründung lädt der Verein Unternehmen und Forschungs­einrichtungen, Ideengeber und Fachexperten, UV-Interessierte und Netzwerker ein, gemeinsam eine schlag­kräftige Vereinigung aufzubauen, über den Tellerrand zu blicken und so zusammen neue UV-Technologien schneller voran­zu­treiben. Mitglieder können alle auf diesem Gebiet tätigen Unternehmen und wissen­schaft­lichen Einrichtungen sowie interessierte Einzel­personen werden.

FBH / RK

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